Video: Til Schweiger bei Zürcher «One Way»-Premiere
Aktualisiert

Video: Til Schweiger bei Zürcher «One Way»-Premiere

Eine Frau rächt sich an ihrem Vergewaltiger, indem sie ihn mit einem Dildo missbraucht: Diese Szene im Film mit Til Schweiger polarisiert. Heute Abend findet in Zürich die Vorpremiere statt.

Die Rache einer vergewaltigten Frau – wie brutal darf diese sein? Til Schweiger und der Zürcher Regisseur Reto Salimbeni sorgen mit dem Film «One Way» für Diskussionen.

Freundschaft, Verrat, Feigheit – das sind die Themen von «One Way». Für Furore sorgte aber die Szene, in der sich eine Frau an ihrem Vergewaltiger rächt: Sie missbraucht ihn mit einem Dildo. Für Til Schweiger ist diese Szene zentral: «Wir müssen diskutieren, wie die Gesellschaft mit Vergewaltigern umgeht», sagt der Hauptdarsteller und Produzent. Er habe enorm Angst, dass eines seiner Kinder von «so einem Schwein» vergewaltigt werde. «Es braucht viel schärfere Gesetze», findet er.

Nicht minder radikal denkt der Zürcher Regisseur Reto Salimbeni: «Der Film entstand aus dem Unverständnis dafür, wie die Politik das Thema handhabt.» Als Beispiel nennt er Pascale Brumann, die 1995 in Zollikerberg, quasi vor Salimbenis Haustür, von einem Straftäter auf Hafturlaub ermordet wurde. Gegen allfällige Kritik wehrt er sich: «Wer sagt, unser Film gehe zu weit, dem fehlt das Mitgefühl für die Opfer.» Schweiger ergänzt: «Die Kritik war zu erwarten: Erstmals in der Filmgeschichte rächt sich eine Frau, indem sie den Täter vergewaltigt.» Kein Wunder, war es schwer, eine Schauspielerin zu finden. Viele Agenturen wollten die Szene streichen, erzählt Salimbeni. «Mit der Szene, in der sie vergewaltigt wird, hatte jedoch kein Agent ein Problem.»

Stefanie Rigutto

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