Libyen: Video von IS-Terrormiliz zeigt Massentötung

Aktualisiert

LibyenVideo von IS-Terrormiliz zeigt Massentötung

Die Extremistengruppe Islamischer Staat hat in Libyen offenbar entführte Christen aus Äthiopien getötet. Ein Video zeigt die brutale Ermordung der Männer.

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In dem Video waren zwei Gruppen von Menschen zu sehen, die jeweils von IS-Verbündeten im Osten und Süden des Landes gefangen gehalten wurden.

In dem Video waren zwei Gruppen von Menschen zu sehen, die jeweils von IS-Verbündeten im Osten und Süden des Landes gefangen gehalten wurden.

Printscreen/ Youtube
Dabei handelt es sich offenbar um entführte Christen aus Äthiopien.

Dabei handelt es sich offenbar um entführte Christen aus Äthiopien.

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Ein maskierter Extremist hält zunächst eine lange Rede, bevor Bilder zeigen, wie die Gefangenen im Süden erschossen und die im Osten an einem Strand geköpft werden.

Ein maskierter Extremist hält zunächst eine lange Rede, bevor Bilder zeigen, wie die Gefangenen im Süden erschossen und die im Osten an einem Strand geköpft werden.

Printscreen/ Youtube

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat am Sonntag ein Video veröffentlicht, das ihren Angaben zufolge die Ermordung von rund 30 äthiopischen Christen in Libyen zeigt.

In dem halbstündigen Internetvideo ist zu sehen, wie mindestens zwölf Männern an einem Strand die Kehle durchgeschnitten wird. 16 weitere Männer werden in einer wüstenähnlichen Gegend erschossen. Die Getöteten werden in dem Video als Angehörige der «feindlichen äthiopischen Kirche» präsentiert.

Bomben auf IS-Stellungen

Der libysche IS-Ableger hatte bereits Mitte Februar ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung von 21 koptischen Christen an einem Strand nahe der Hauptstadt Tripolis zeigen soll. Diese waren zuvor von den Dschihadisten entführt worden. Ägypten bombardierte daraufhin mehrere Lager und Stellungen des IS in Libyen, um Vergeltung für die Morde zu nehmen.

In Libyen herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 Chaos und Gewalt. Verschiedene rivalisierende Milizen kämpfen um die Kontrolle der grösseren Städte und Ölvorkommen, während zwei Parlament und Regierungen die Macht für sich beanspruchen. (sda)

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