Aktualisiert 02.09.2005 14:37

Viel Beifall für George-Clooney-Film in Venedig

George Clooney (44) stösst auch als Regisseur auf Begeisterung: Beim Filmfestival in Venedig wurde sein Streifen «Good Night and Good Luck» mit viel Beifall aufgenommen.

Bei einer ersten Pressevorführung am Mittwochabend applaudierten die Kritiker ungewöhnlich lange. Der Hollywood-Star war kurz zuvor per Hubschrauber von seiner Villa am Comer See am Lido eingetroffen.

Der Schwarz-Weiss-Film, in dem Clooney auch als Schauspieler auftritt, handelt über einen mutigen US-Journalisten während der Kommunistenverfolgungen in der McCarthy-Ära nach dem Zweiten Weltkrieg. Er ist einer der 19 Beiträge im Kampf um den Goldenen Löwen. Es ist der zweite Film, in dem Clooney, der gemeinsam mit Steven Soderbergh eine Produktionsfirma besitzt, Regie führt.

«Mein Vater war 30 Jahr lang Journalist gewesen», sagte Clooney. Er habe in seiner Jugend an die wichtige Rolle und die Verantwortung der Medien geglaubt. Der Film spielt in den Kindertagen des US- Fernsehens und zugleich während der legendären Kommunistenjagd des Politikers Joseph McCarthy, der angesichts des beginnenden Kalten Krieges eine landesweite Kampagne gegen «unamerikanische Umtriebe» entfacht. Erzählt wird die Geschichte des Journalisten Edward R. Murrow (David Strathairn) in der Fernsehgesellschaft CBS, der gegen die «Hexenjagd» zu Felde zieht.

Der Streifen ist über weite Strecken fast dokumentarisch aufbereitet, mit viel eingespieltem Original-Material. Er besticht über weite Strecken vor allem mit seinen guten Absichten und seiner «politischen Korrektheit». Die tragenden Charaktere bleiben dagegen seltsam blass. Die Amerikaner seien heute trotz unzähliger TV-Sender «sehr viel schlechter informiert» als früher, meinte Clooney. «Good Night and Good Luck» wird am Lido bereits als einer der Favoriten für den Goldenen Löwen gehandelt.

(sda)

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