Wetter – Weil es unaufhörlich regnet – Lawinengefahr in Alpen stark erhöht
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WetterWeil es unaufhörlich regnet – Lawinengefahr in Alpen stark erhöht

Im Westen haben sich erste Nasslawinen gelöst. Die Lawinengefahr dürfte sich auch auf Ostschweiz und Graubünden ausweiten.

von
Philippe Coradi
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Erste Nasslawinen haben sich in der Nacht auf Mittwoch in der Westschweiz gelöst. Die Lawinengefahr dürfte ich sich bis Donnerstag auch auf die Ostschweiz und Graubünden ausweiten. 

Erste Nasslawinen haben sich in der Nacht auf Mittwoch in der Westschweiz gelöst. Die Lawinengefahr dürfte ich sich bis Donnerstag auch auf die Ostschweiz und Graubünden ausweiten.

SLF
Die Lawinengefahr dürfte ich sich bis Donnerstag auch auf die Ostschweiz und Graubünden ausweiten. 

Die Lawinengefahr dürfte ich sich bis Donnerstag auch auf die Ostschweiz und Graubünden ausweiten.

20min/News-Scout
Im Mittelland ist weiter mit Niederschlägen zu rechnen. 

Im Mittelland ist weiter mit Niederschlägen zu rechnen.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Für die nächsten Tage ist noch Regen angesagt.

  • In den Bergen herrscht Lawinengefahr, lokal könnte es auch zu Überschwemmungen kommen.

  • Die Nacht von Silvester auf Neujahr aber dürfte klar sein, die Temperaturen im Bereich von zehn Grad.

Die gute Nachricht zuerst: Silvester und Neujahr werden mehrheitlich sonnig und beinahe frühlingshaft warm. Die schlechte: Diesen Mittwoch wird es nochmals regnen, «und das teilweise massig», so Klaus Marquardt von Meteonews. Bis am Donnerstagmorgen gibt es am Alpennordhang bis zu 90 mm Regen, wie SRF Meteo schreibt.

Derzeit liegt in den Bergen vergleichsweise viel Schnee. Das Naturgefahrenportal des Bundes hat für den Alpenraum die Gefahrenstufe für Lawinen auf die zweithöchste Stufe (4 Grosse Gefahr) angehoben. Damit seien spontane und oft auch sehr grosse Lawinen wahrscheinlich.

An vielen Steilhängen könnten Lawinen leicht ausgelöst werden. «Wenn es in den Schnee regnet, fungiert der quasi als Schwamm», so Marquardt. Das ist in der Nacht auf Mittwoch in der Westschweiz bereits geschehen, wie Christine Pielmeier vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung auf Anfrage von 20 Minuten sagt.

Pielmeier vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF empfiehlt den Wintersporttreibenden, alle Sperrungen und Abschrankungen in den Skigebieten sehr ernst zu nehmen. Und: «Für Touren, Schneeschuhwanderungen oder Variantenfahren ist die Lage ungünstig».

Die grösste Gefahr seien derzeit Lawinen, die sich selbst lösen. «Im Westen sind in der Nacht auf Mittwoch bereits erste heruntergekommen», so Pielmeier. Weil es am Mittwoch weiter regnen wird – und das bis 2500 Meter über Meer, rechnet das SLF sehr damit, dass weitere Lawinenabänge im Alpenraum folgen werden.
Auf Donnerstag steigen die Temperaturen. Somit wird sich die Lawinengefahr auch in der Ostschweiz und in Graubünden erhöhen.

Die Behörden im Wallis haben am Mittwochmittag die Strasse zwischen Täsch und Zermatt wegen erhöhter Lawinengefahr gesperrt, wie der «Walliser Bote» schreibt. In höheren Lagen bleibt es zudem windig bis stürmisch: «Aus dem Säntis wurden Orkanböen gemessen», so Pielmeier. Der Wind werde bis Donnerstag bleiben.

Weiter bestehen bleibt die Gefahr von Überschwemmungen. Wetterdienste rechnen nach wie vor damit, dass Bäche, Wasserfälle oder normalerweise trockene Gräben anschwellen und exponierte Höhlensysteme überflutet werden könnten. Darum hat der Bund für die betroffenen Regionen bis am 30.12. die Gefahrenstufe 3 angegeben – das heisst erhebliche Gefahr.

Optimale Bedingungen für Feiern im Freien

Obwohl der letzte Tag des Jahres mit Nebelschwaden beginnen wird, dürfte für Freunde des Feuerwerks der Silvesterabend allerdings optimale Bedingungen bieten: «Das wird problemlos, es wird in weiten Teilen der Schweiz eine sternenklare Nacht, es fällt kein Niederschlag und der Wind dürfte auch kein Problem sein», sagt der Wetterexperte zu 20 Minuten.

Das neue Jahr beginnt laut Meteonews, wie das Alte endet – nämlich mit ruhigem und mildem Hochdruckwetter. Im Flachland gibt es gebietsweise Nebel, sonst scheint die Sonne. Auch am Temperaturniveau ändert sich wenig, die Nullgradgrenze variiert zwischen 3400 und 3800 Metern, im Flachland werden Temperaturen über zehn Grad erwartet.

Laut Meteonews könnte es in den Ortschaften Chur, Davos, Sion, St. Gallen oder Samedan zum wärmsten Jahreswechsel kommen seit Aufzeichnungsbeginn.

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