Im Kokainfieber: Viel Schnee auf Dollarnoten
Aktualisiert

Im KokainfieberViel Schnee auf Dollarnoten

Auf neun von zehn Dollarnoten sind Spuren von Kokain zu finden. Das haben US-Forscher in einer grossangelegten Studie herausgefunden. Beunruhigend: Die Spuren von Kokain kommen deutlich öfter vor als noch vor zwei Jahren.

von
kub/press association

Neun von zehn US-Geldscheinen wiesen Spuren von Kokain auf. In Washington DC ist die Zahl sogar noch höher; dort sind 95 Prozent der Dollarnoten schmutzig. In anderen amerikanischen Städten waren die Ergebnisse ähnlich alarmierend.

Aber nicht nur die Amerikaner scheinen Kokain in Massen zu schnupfen. Die Forscher der Universität von Massachusetts untersuchten Geldscheine von anderen Ländern; in den USA und in Kanada gab es am meisten Kokainrückstände, mit einem Durchschnitt von 85 bis 90 Prozent. Das sind rund 20 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Chinas und Japans Geldscheine wiesen am wenigsten dreckige Noten auf, nämlich 12 bis 20 Prozent.

Dr. Yuegang Zuo von der University of Massachusetts in Dartmouth, meinte: «Es ist überraschend, wir finden immer mehr Kokain. Wir wissen nicht genau, weshalb. Vielleicht sniffen in der Krise mehr Kokain, weil sie gestresst sind.»

Die Verschmutzung durch Kokain kann durch das direkte Sniffen von Kokain mit einem Geldschein passieren. Oder beim Bargeldaustausch beim Drogendeal.

Sorgen muss sich aber niemand machen: Selbst wenn man an den Schneinen schnüffle, könne die Menge weder die Gesundheit schädigen noch einen Rausch bewirken, betont Zuo. Die Kokaindosis sei auch zu gering, als dass ein Blut- oder Urintest positiv ausfallen könnte.

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