Aktualisiert 27.06.2014 15:44

15 Jahre KulturflossViel Schweizer Musik zum Geburtstag

Das Kulturfloss geht vom 29. Juli bis zum 16. August wieder am Kleinbasler Rheinufer vor Anker. Zur Jubiläumsausgabe gibt es eine geballte Ladung Schweizer Popmusik.

von
lha

17 stimmungsvolle Konzertabende am Rheinufer beschert das Kulturfloss heuer der Basler Bevölkerung vom 29. Juli bis zum 16. August. Diesen Sommer feiert die schwimmende Festival-Institution von Flosskapitän Tino Krattiger ihren 15. Geburtstag. Das kleine Jubiläum wird mit viel Schweizer Musik und einigen kleinen Neuerungen rund um die Bühne auf dem Rhein gefeiert.

Pippo Pollina, Ritschi, Baschi oder Ira May sind nur einige der Schweizer Künstler, die das Floss diesen Sommer bespielen werden. «Die Schweizer Linie ist sehr spannend», findet Kapitän Krattiger. Die grosse Dichte an einheimischen Acts ist denn auch eines der Highlights für ihn. Was auch einen speziellen Grund hat: Die meisten wollten explizit auf dem Floss spielen. «Das ist nicht bei allen so.»

Zwei Abende mit Überraschungen

Zum Beispiel bei internationalen Acts. In diesem Bereich ist das Geschäft schwieriger geworden. Das spürt auch das Floss. Obwohl es mit Heinz Darr auf einen erfahrenenen und bestens vernetzten Booker zurückgreifen kann. Dieser hat wiederum ein interessantes Line-up zusammengestellt, das stilistisch eine grosse Bandbreite abdeckt. Die argentinische Combo Karamelo Santo garniert Latin, Ska, Salsa mit Punk. Eine spannende Mischung aus Folk, elektronischer Musik und Rock verspricht auch das Engagement der irischen Sängerin Wallis Bird.

Im Programm klaffen dennoch zwei Lücken. Das gab es vorher noch nie. «Wir erhielten Absagen», erklärt Krattiger. Wegen eben dieser Schwierigkeiten im Musikgeschäft. Dabei geht es immer ums Geld. Und da ist der Spielraum für das Festival im Fluss klein. «Für uns ist es relevant, ob ein Act 2000 Franken mehr oder weniger kostet», sagt er. Dennoch sind er und sein Team zuversichtlich, die Lücken noch zu stopfen. So kann das diesjährige Programm immerhin mit zwei Überraschungen auftrumpfen.

Störende Rabatten sind weg

Die Stadt hat dem Floss übrigens auch ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Mit der Entfernung der Rabatten entlang des Festivalperimeters wird die Aufenthaltsqualität für das Publikum wesentlich gesteigert. So kann es sich erstmals frei auf der ganzen Breite des Oberen Rheinuferwegs bewegen. «Nach 15 Jahren haben wir die paar Büsche doch noch weg bekommen. Das ist doch was», freut sich Krattiger.

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