THC-Gehalt überschritten: Viele CBD-Produkte sind alles andere als harmlos
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THC-Gehalt überschrittenViele CBD-Produkte sind alles andere als harmlos

Im Kanton St. Gallen wurden CBD-Produkte unter die Lupe genommen. 30 von 32 der überprüften Produkte sind bei dem Test durchgefallen.

von
jil
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Produkte mit CBD boomen. Das St. Galler Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen hat bei Stichproben vor gesundheitlichen Risiken gewarnt.

Produkte mit CBD boomen. Das St. Galler Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen hat bei Stichproben vor gesundheitlichen Risiken gewarnt.

sg.ch
Die Mehrheit der Produkte enthielt nämlich nicht bewilligte neuartige CBD-haltige Hanfextrakte mit teilweise sehr hohen THC-Gehalten.

Die Mehrheit der Produkte enthielt nämlich nicht bewilligte neuartige CBD-haltige Hanfextrakte mit teilweise sehr hohen THC-Gehalten.

Keystone/Gaetan Bally
Der THC-Gehalt überschritt bei 14 Proben die zulässigen Mengen zum Teil um ein Vielfaches. Bei 16 Produkten entsprach die Kennzeichnung nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Der THC-Gehalt überschritt bei 14 Proben die zulässigen Mengen zum Teil um ein Vielfaches. Bei 16 Produkten entsprach die Kennzeichnung nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Keystone/Anthony Anex

Produkte mit CBD boomen. Doch das St. Galler Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen hat nach der Durchführung Stichproben vor gesundheitlichen Risiken gewarnt. Die Mehrheit der Produkte enthielt nämlich unbewilligte, CBD-haltige Hanfextrakte mit teilweise sehr hohen THC-Gehalten.

Aufgeflogen ist das Ganze bei Tests: Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen hat im Kanton St. Gallen 32 CBD-Produkte – vor allem Lebensmittel – auf deren Inhalt und Kennzeichnung getestet. Der THC-Gehalt überschritt bei 14 Proben die zulässigen Mengen zum Teil um ein Vielfaches. Bei 16 Produkten entsprach die Kennzeichnung nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Schlafhormone in Brausetablette gefunden

So überschritt die Probe eines Speiseöls mit einem THC-Gehalt von 5977 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) den Höchstwert der psychoaktiven Substanz THC für Hanfsamenöl von 20 mg/kg um fast das 300-fache.

Oder eine untersuchte CBD-Brausetablette enthielt neben einem nicht bewilligten Hanfextrakt auch noch das Schlafhormon Melatonin. Melatonin habe in Lebensmitteln nichts zu suchen und es sei nur als Arzneimittel zugelassen, warnt das Amt.

Hanfprodukte aus Bestandteilen von traditionellem Hanf wie Teigwaren und Tees wiesen dagegen geringe THC-Gehalte auf und die Vorgaben – ausser die Kennzeichnung – wurden mehrheitlich eingehalten.

Unverantwortliches Handeln der Hersteller

Die Hersteller und Vertreiber dieser unerlaubten Produkte handelten gemäss Kantonschemiker Pius Kölbener teilweise unverantwortlich. Ob dies vorsätzlich geschehe, sei unklar. Bei Beanstandungen müssen die Händler den Untersuchungsaufwand des Amtes bezahlen. Eine Analyse kostet rund 400 Franken. Gemäss Lebensmittelgesetz sind die Betriebe verpflichtet, ihre Produkte im Rahmen der Selbstkontrolle zu überprüfen. (jil/sda)

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