Aktualisiert 06.03.2010 22:34

Schweizer FilmpreisViele Favoriten gingen leer aus

Der Film «Giulias Verschwinden» hatte fünf Nominationen für die Verleihung der Schweizer Filmpreise und erhielt keinen einzigen. Auch Melanie Winiger erhielt für für ihre Rolle im Film «Sinestesia» keine Auszeichnung.

Der Preis für den besten Schweizer Film geht dieses Jahr an «Coeur animal» von Séverine Cornamusaz. Die Westschweizer Regisseurin konnte den Quartz am Samstagabend aus den Händen von Kulturminister Didier Burkhalter entgegen nehmen.

Er habe sowohl «Coeur animal» wie «Giulias Verschwinden» gesehen, hatte Burkhalter zuvor gesagt. Er müsse schliesslich auf dem Laufenden bleiben. Ausserdem lobte der als Fan von Clint Eastwood bekannte Kulturminister den neuen Streifen des US-Regisseurs, «Invictus», und schlug vor, Eastwood einzubürgern.

Spezialpreis für Kameramann

Zum besten Dokumentarfilm wurde am Samstag «Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko gekürt, ein Porträt der renommierten Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier. Das Werk erhielt bereits Auszeichnungen mehrerer Festivals.

Die Jury hat ausserdem einen Spezialpreis verliehen. Er ging an den Kameramann Stéphane Kuthy für «Tannöd». Kuthy bedankte sich bei der Entgegennahme des Preises insbesondere bei seiner Frau Bettina Oberli - zugleich die Regisseurin von «Tannöd».

(sda)

Der Quartz geht an ...

Der Quartz ist die höchste Auszeichnung für Schweizer Filmschaffende. Am Samstag wurden bei der feierlichen Verleihung des Schweizer Filmpreises im Luzerner KKL die folgenden Streifen und Personen geehrt:

Bester Spielfilm: «Coeur animal» von Séverine Cornamusaz

Bester Dokumentarfilm: «Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko

Bester Kurzfilm: «Las Pelotas» von Chris Niemeyer

Bestes Drehbuch: Frédéric Mermoud (»Complices»)

Beste Darstellerin: Marie Leuenberger (»Die Standesbeamtin»)

Bester Darsteller: Antonio Buil (»Coeur animal»)

Bestes schauspielerisches Nachwuchstalent: Uygar Tamer (»Dirty Money»)

Beste Filmmusik: Norbert Möslang (»The Sound of Insects»)

Spezialpreis der Jury: Stéphane Kuthy (Kamera, «Tannöd»)

Ehrenpreis für das Lebenswerk: Claude Goretta

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