Aktualisiert 14.07.2009 10:15

Kleinstadion Luzern-GersagViele Gästefans müssen draussen bleiben

Der FC Luzern muss in den nächsten eineinhalb Jahren im Mini-Stadion Gersag spielen. Dies hat insbesondere für Auswärtsfans der grossen Super-League-Klubs einschneidende Konsequenzen.

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Der FCL und die Polizei sehen dem ersten Heimspiel im Ausweichstadion Gersag nervös entgegen. Denn der Gästesektor in der Mini-Arena fasst nur gerade 400 Fans, was 5 Prozent der 8000 verfügbaren Plätze entspricht. Dort muss der FC Luzern spielen, bis im Winter 2010 die neue «Swisspor-Arena» auf der Luzerner Allmend eröffnet wird. Was passiert aber, wenn am übernächsten Sonntag 700 GC-Anhänger nach Luzern reisen? «Wir hoffen, dass nur Fans mit einem Ticket kommen», sagt FCL-Sicherheitschef Mike Hauser gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung.» Dies will der Klub mit einer Informationsoffensive bei den Super-League-Vereinen und deren Fanklubs erreichen.

Trotz aller Infos wird es nicht zu vermeiden sein, dass bei Grossclubs wie YB oder dem FC Basel mehr als 400 Supporter nach Emmenbrücke pilgern werden. «Heimschicken oder einfach vor dem Stadion stehen lassen können wir die Fans nicht», sagt Willi Eicher von der Kantonspolizei Luzern der NLZ weiter.

Einige Hardcore-Fans müssen draussen bleiben

Droht nun das Chaos vor dem Kleinstadion? Mitte August wird der FCL etwa YB empfangen: «Bei einem guten Saisonstart würden sicher über tausend Berner nach Luzern pilgern wollen», sagt Adrian Werren vom YB-Fandachverband «Gäubschwarzsüchtig.» Er glaubt trotzdem nicht, dass viele Fans einfach ohne Ticket nach Luzern fahren. «Wir werden die uns zustehenden 400 Gästetickets wohl innerhalb der Fanclubs verkaufen.» Damit belohne man die treusten Fans, so Werren. Einige würden sicher versuchen, im Heimsektor des FCL Unterschlupf zu finden.

Ähnlich denkt Thomas Gander von der Fanarbeit FC Basel: «Wir haben mehr als 400 'Hardcore-Fans', die an jedes Auswärtsspiel fahren. Einige müssen aber wohl oder übel draussen bleiben.»

Die Polizei und der FCL denken derweil darüber nach, ob sie den überzähligen Gästefans das Spiel bei Bedarf auf Grossleinwand zeigen sollen. Für YB-Fan Werren wäre dies eine «gute Idee». Für FCB-Fanarbeiter Gander ist wichtig, dass die Fans ausreichend über den Ticket-Engpass informiert werden: «Die werden schon ihre Ideen entwickeln, wie sie das Spiel sehen können.»

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