Schwacher Euro: Viele Hotelbetten bleiben leer

Aktualisiert

Schwacher EuroViele Hotelbetten bleiben leer

Der Sinkflug des Euro macht sich auch
im Berner Oberland bemerkbar – besonders deutsche Gäste sind diesen Frühling ausgeblieben.

von
Nina Jecker
Die Region Interlaken setzt diesen Sommer besonders auf asiatische Gäste. (Interlaken Tourismus)

Die Region Interlaken setzt diesen Sommer besonders auf asiatische Gäste. (Interlaken Tourismus)

Mit dem Euro sank auch die Zahl der belegten Hotelbetten im Oberland. Durchschnittlich ging die Zahl der Logiernächte im April im Vergleich zum Vorjahr um rund elf Prozent zurück – Meiringen hatte sogar fast 42 Prozent weniger Gäste. «Nebst der Aschewolke war dafür sicher der schwache Euro ein Grund», so Ueli Hug von Haslital Tourismus. Der Rückgang habe die Region aber nicht unerwartet getroffen: «Wir wussten, dass es schwierig wird.» Anstatt jetzt nur um die ausbleibenden Ausländer zu buhlen, richte man sich mit Werbung und Angeboten nochmals verstärkt an Schweizer Gäste.

Dass aber diese den tiefen Euro ausnützen und der Schweiz den Rücken kehren könnten, befürchtet man auch in der Jungfrauregion. «Besonders in der Vor- und Endsaison werben wir darum im Inland stark mit Specials», so Marketingleiterin Andrea Hess.

Diverse Sonderangebote – wie etwa stark verbilligte Bergfahrten – hat heuer auch die Destination Interlaken auf

Lager. «Eigentlich wegen des 100-Jahr-Jubiläums, aber es trifft sich gut mit der schwierigen Saison», so Tourismussprecherin Patrizia Pulver.

Der schwache Euro habe jedoch auch sein Gutes: «Asiaten bekommen ihre Europa-Packages inklusive Interlaken jetzt billiger und buchen hoffentlich mehr.»

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