«Viele kennen nicht einmal die einfachsten Baderegeln»
Aktualisiert

«Viele kennen nicht einmal die einfachsten Baderegeln»

Nach einem tödlichen Badeunfall in Küsnacht fordert die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft, dass die Seegemeinden Tafeln mit Baderegeln aufstellen.

Baderegel Nr. 3 lautet: «Luftmatratzen und Schwimmhilfen gehören nicht ins tiefe Wasser! Sie bieten keine Sicherheit.» Dem 33-jährigen Portugiesen, der am Sonntag mit seiner 10-jährigen Tochter und deren Freundin in einem Schlauchboot vor dem Küsnachter Horn trieb, hätte jene Regel womöglich das Leben gerettet.

Was genau zum tödlichen Badeunfall geführt hat, ist noch unklar. Sicher ist aber, dass sich der Mann trotz Sturmvorwarnung aufs unruhige Wasser wagte und vor den Augen der Mädchen ertrank. Die Ruder waren gebrochen und daher unbrauchbar, um ans Ufer zurückzugelangen, wie die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage bestätigte.

Nach dem Unglück fordert nun die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SRLG), dass die seeanstössigen Gemeinden an allen unbeaufsichtigten Plätzen Tafeln mit Baderegeln aufstellen. «Weil der Schwimmunterricht aus Spargründen immer stärker eingeschränkt wird, kennen viele nicht einmal mehr die einfachsten Sicherheitsregeln», weiss SRLG-Sprecherin Prisca Wolfensberger. «Wir sind bereit, entsprechende Massnahmen zu prüfen», sagt der Küsnachter Gemeindeschreiber Peter Wettstein.

Alexandra Roder

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