Power Ranking National League - Viele NHL-Rückkehrer – so starten die Clubs in die neue Hockey-Saison
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Power Ranking National LeagueViele NHL-Rückkehrer – so starten die Clubs in die neue Hockey-Saison

Die neue National-League-Saison beginnt am Dienstag, 7. September mit 13 Teams. Wir verschaffen euch einen Überblick über alle Mannschaften.

von
Adrian Hunziker
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Reto Suri (l.) kehrt zum EVZ zurück und strebt die Titelverteidigung für die Zentralschweizer an. 
EV Zug

Reto Suri (l.) kehrt zum EVZ zurück und strebt die Titelverteidigung für die Zentralschweizer an.

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Startransfer aus der NHL: Der Waadtländer Yannick Weber spielt wieder in der Schweiz, für die Lions. 
ZSC Lions

Startransfer aus der NHL: Der Waadtländer Yannick Weber spielt wieder in der Schweiz, für die Lions.

Claudio Thoma/freshfocus
An der Bande der Tessiner steht neu «Mister Servette» Chris McSorley. 
HC Lugano

An der Bande der Tessiner steht neu «Mister Servette» Chris McSorley.

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Darum gehts

  • Am 7. September geht die neue Saison in der National League los.

  • Wir schauen auf alle 13 Teams und wagen einen Ausblick.

  • Favoriten auf den Titel sind wie bereits in der letzten Saison die ZSC Lions und der EV Zug.

Was haben wir gewartet: Nicht nur auf die neue Saison in der National League, sondern auch auf Stimmung in den Eisstadien. Ab Dienstag, 7. September gehts wieder los, mit vielen Fans. Diese müssen keine Masken mehr tragen, aber zur Gruppe der 3-G gehören: geimpft, genesen oder getestet. Zumindest Stand heute. Deshalb werden die Fans auch gebeten, genügend früh anzureisen, damit sie das benötigte Zertifikat samt Ausweis beim Eintritt ins Stadion vorweisen können.

Die Ausgangslage vor der neuen Spielzeit ist relativ offen, die Liga ausgeglichen. Favoriten sind aber die gleichen wie in der letzten Saison: der EV Zug und die ZSC Lions werden von den Expertinnen und Experten als grösste Favoriten auf den Titel genannt. Wir stellen alle 13 Teams vor und wagen eine Prognose.

EV Zug: der Titelverteidiger

Zwar hat der amtierende Meister einige gewichtige Abgänge zu verzeichnen, so verliess Captain Raphael Diaz die Zuger in Richtung Fribourg, Grégory Hofmann zog es in die NHL. Nichtsdestotrotz wird der EVZ auch in dieser Saison zu den ersten Titelanwärtern gehören. Mit Reto Suri kehrt zudem ein Altbekannter zurück. Der 32-Jährige spielte bereits von 2012 bis 2019 für die Zentralschweizer und verliess nun Lugano nach zwei Saisons wieder.

«Die Rückkehr zum EVZ ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich bin froh, dass es geklappt hat», sagt Suri. Er wurde von Headcoach Dan Tangnes sogleich als alternativer Captain hinter Jan Kovar bestimmt, zusammen mit Lino Martschini. «Lino ist Zug und der Region extrem verbunden, Reto ist nach seiner Rückkehr nach Zug heiss darauf, den Titel in seiner alten Heimat zu holen», erklärt Tangnes seine Wahl. Mit dem besten Goalie der letzten Saison, Leonardo Genoni, haben die Zuger zudem einen starken Rückhalt.

Zuzüge: Fabrice Herzog (Davos), Niklas Hansson (Rögle BK), Reto Suri (Lugano), Christian Djoos (Detroit Red Wings), Samuel Kreis (Biel), Marco Müller (Ambri), Anton Lander (Lokomotiv Yaroslavl).Abgänge: Raphael Diaz (Fribourg), Gregory Hofmann (Columbus Blue Jackets), Santeri Alatalo, Calvin Thürkauf (beide Lugano), Nick Shore (Sibir Novosibirsk), Jesse Zgraggen (Davos), Erik Thorell (HC Sparta Praha), Livio Langenegger (Langnau), Yannick-Lennart Albrecht (Rapperswil).

ZSC Lions: der Titelanwärter

Es ist die letzte Saison, die die ZSC Lions im Hallenstadion in Oerlikon absolvieren werden. In einem Jahr werden die Zürcher in die Swiss Life Arena in Altstetten umsiedeln. Nichts würden die Lions wohl lieber haben, als einen erneuten Meistertitel nach Oerlikon zu holen, um die 72 Jahre im Hallenstadion beschliessen zu können. Seit 1950 absolvieren die Zürcher ihre Spiele dort.

Die Lions verloren einige gewichtige Namen: Severin Blindenbacher, Roman Wick und Fredrik Pettersson beendeten alle ihre Karrieren. Dafür kamen gleich zwei Schweizer NHL-Spieler zurück in die Heimat. Yannick Weber, der zuletzt bei den Pittsburgh Penguins angestellt war, verstärkt die Zürcher Defensive. Der Waadtländer war bereits 2006 ausgezogen, um in Übersee sein Glück zu finden. Dort lief er für die Montreal Canadiens, Vancouver Canucks, Nashville Predators und eben die Penguins auf. Nun unterschrieb er in diesem Sommer einen Dreijahresvertrag beim neunfachen Schweizer Meister. Kurz vor Saisonstart wurde zudem bekannt, dass Denis Malgin zum ZSC zurückkehrt. 2016 verliess er die Lions in Richtung NHL und im vergangenen Jahr war er an den HC Lausanne ausgeliehen. Die Lions gehören in dieser Saison zweifellos zu den Titelanwärtern.

Zuzüge: Yannick Weber (Pittsburgh Penguins), Denis Malgin (Toronto Maple Leafs), Willy Riedi (GCK), Justin Azevedo (Ak Bars Kazan), John Quenneville (Rockford IceHogs).Abgänge: Severin Blindenbacher, Roman Wick, Fredrik Pettersson (alle Karriereende), Yannick Brüschweiler (Rapperswil), Raphael Prassl, Axel Simic (beide Davos), Ryan Lasch (Frölunda HC).

HC Lugano: «Mister Servette» solls richten

Dem HC Lugano ist der Auftakt in die Champions Hockey League mit zwei Siegen in vier Spielen mehr oder weniger gelungen. Zweimal besiegten die Tessiner Skellefta, gegen Tampere zogen sie 3:6 und 2:3 den Kürzeren. Beim ersten Sieg (5:1) gegen Skellefta feierte Trainer Chris McSorley seinen Pflichtspiel-Einstand an der Bande. Zuvor hatte der 59-jährige Kanadier von 2001 bis 2019 bei Servette mehrere Ämter inne. In den 19 Jahren war er Sportchef, Cheftrainer, Manager und Mitbesitzer. Nun führt «Mister Servette» also den HCL an, er hat einen Vertrag bis 2024 unterschrieben.

Die Luganesi haben sich ebenfalls mit einem arrivierten Schweizer Nationalspieler verstärkt. Mit Mirco Müller kehrte ein starker Verteidiger nach neun Jahren im Ausland (in der NHL und in Schweden) in die Heimat zurück. Lugano setzt viel auf den 26-Jährigen, statteten sie den Ex-Spieler der San Jose Sharks, New Jersey Devils und Leksands doch mit einem Sechsjahresvertrag aus.

Zuzüge: Samuel Guerra (Davos), Santeri Alatalo, Calvin Thürkauf (beide Zug), Mirco Müller (Leksands IF), Thibault Fatton (Lugano Nachwuchs), Troy Josephs (Visp), Daniel Carr (Washington Capitals), Yves Stoffel (EVZ Academy), Evan Tschumi (Colgate University). Abgänge: Michael Ngoy, Raffaele Sannitz (beide Karriereende), Reto Suri (Zug), Sandro Zurkirchen (Kloten), Stefan Müller, Dario Bürgler (beide Ambri), Thomas Wellinger (Davos), Eliot Antonietti (Olten), Lucas Matewa (La Chaux-de-Fonds), Tim Heed (Spartak Moskau), Sandro Zangger, Dominic Lammer (beide Rapperswil), Matteo Romanenghi (Ajoie), Jani Lajunen (Örebro Hockey).

Genève-Servette HC: wird der Exploit bestätigt?

Wer hätte letzte Saison gedacht, dass Servette den EVZ im Playoff-Final fordern würde? Nach der Regular Season wohl nur die wenigsten, diese hatten die Genfer als Sechster abgeschlossen. Doch die Servettien steigerten sich in den Playoffs stetig, warfen zuerst Fribourg raus und im Halbfinal auch die favorisierten ZSC Lions – und das gleich 3:0. Im Final waren die Zuger aber zu stark. Nun will Servette den Exploit bestätigen.

Unterstützung soll unter anderem von NHL-Veteran Valtteri Filppula kommen. Er soll Skorer Linus Omark ersetzen, der aus familiären Gründen – ein enges Familienmitglied soll schwer erkrankt sein – in seine schwedische Heimat zurückkehrte. Der 37-jährige Finne Filppula spielte über 1200 Mal in der NHL, die meisten Partien absolvierte er für die Detroit Red Wings. Er stand aber auch bei den Tampa Bay Lightning, den Philadelphia Flyers und den New York Islanders unter Vertrag. Es wird sich weisen, ob der Routinier auf dem grösseren Eisfeld in der Schweiz ebenfalls seine Skorerfähigkeiten ausspielen kann.

Zuzüge: Marc-Antoine Pouliot (Biel), Giancarlo Chanton (Langnau Nachwuchs), Valtteri Filppula (Detroit Red Wings), Olivier Guignard, Theo Campagna, Christophe Cavalleri (alle Servette Nachwuchs), Benjamin Antonietti (Lausanne). Abgänge: Daniel Manzato, Timothy Kast (beide Bern), Enzo Guebey (GCK), John Fritsche (?), Eric Fehr (Karriereende), Linus Omark (Lulea HF), Nils Sejejs, Nauris Sejejs (beide La Chaux-de-Fonds)

Lausanne HC: neuer Trainer und Schweizer NHL-Leihgabe

Lausanne startet mit einem neuen Cheftrainer in die Saison. Der 49-jährige John Fust trat die Nachfolge von Craig MacTavish an, dessen Vertrag nach dem Ausscheiden in den Playoff-Viertelfinals nicht verlängert wurde. Mit Fust haben die Lausanner einen Mann aus den eigenen Reihen befördert. Er wechselte 2017/18 zu Lausanne als Cheftrainer und sicherte den Ligaverbleib. Anschliessend übernahm er die Leitung der Juniorenabteilung. In der vergangenen Saison arbeitete er als Assistenztrainer von MacTavish. Der Start in die Saison war für den LHC in der Champions Hockey League durchzogen: zwei Siege und zwei Niederlagen.

Die Lausanner haben sich auf die neue Saison die Rechte von Damien Riat gesichert. In der letzten Spielzeit stand der 24-jährige Offensivspieler für Servette auf dem Eis. Eigentlich steht Riat bei den Washington Capitals unter Vertrag, konnte sich aber bisher beim NHL-Club nicht durchsetzen. So spielte der 24-Jährige, nachdem er in der letzten Saison von Servette zurück in die USA gereist war, 33 Mal für das Farmteam Hershey Bears.

Zuzüge: Damien Riat (Washington Capitals), Viktor Östlund (Ambri), Jason Fuchs (Biel), Andrea Glauser (Langnau), Martin Gernat (HC Ocelari Trinec), Fabio Arnold (Winterthur), Jiri Sekac (Avangard Omsk), Benjamin Baumgartner (Davos), Phil Varone (Barys Nur-Sultan).Abgänge: Robin Grossmann (Biel), Charles Hudon (Tampa Bay Lightning), Vladimir Roth (HC Kometa Brno), Etienne Froidevaux (Biel), Benjamin Antonietti (Servette), Lee Roberts (Martigny), Brian Gibbons (Linköping HC), Libor Hudacek (Neftekhimik Nizhnekamsk), Noah Schneeberger (Biel), Rihards Puide (?).

HC Fribourg-Gottéron: mit dem EVZ-Meistercaptain

Er war in den letzten Jahren das Aushängeschild des EV Zug. Letzte Saison schaffte er das, worauf der EVZ lange warten musste: Raphael Diaz führte die Zentralschweizer als Captain zum ersten Titel nach 23 Jahren. Bereits zuvor war klar geworden, dass der 35-Jährige den EVZ verlassen würde. Er hatte sich von den Zugern einen Vierjahresvertrag gewünscht, den aber nicht erhalten. Bei Gottéron bekam er den Kontrakt, den er forderte und Diaz fühlt sich auch mit 35 Jahren noch nicht zu alt, um diesen Vertrag zu erfüllen: «Das Alter ist auch eine Frage der Mentalität. Ich kenne meinen Körper und ich fühle mich extrem gut.»

Bisher zeigen sich die Drachen stark, sie sind erfolgreich in die Champions Hockey League gestartet: Es stehen vier Siege in vier Spielen zu Buche. Die Fribourger steigen gleich mit dem Zähringer Derby gegen den SCB in die neue National-League-Saison. Letztlich stellt sich wie jedes Jahr dieselbe Frage: Kann Fribourg auch in den Playoffs überzeugen und endlich den von den Fans sehnlichst ersehnten ersten Meistertitel einfahren?

Zuzüge: Raphael Diaz (Zug), Mauro Dufner (Rapperswil). Abgänge: Marc Abplanalp (Düdingen), David Aebischer (Rapperswil), Viktor Stalberg (Karriereende).

EHC Biel: der Captain, der aus der NHL heimkehrte

«Ich bin sehr glücklich, nach Hause zu kommen. Den Staff, die Spieler wieder anzutreffen und eine aufgeheizte Tissot Arena, das ist alles, was ich verlange», das sagte Center Gaëtan Haas, als bekannt wurde, dass der Bieler zu seinem Heimclub zurückkehrte. Dieses Team habe das Zeug zum Erfolg und er möchte helfen, meinte der 95-fache NHL-Spieler mit den Edmonton Oilers. Als Captain führt der 29-Jährige die Bieler in dieser Saison an.

Den umgekehrten Weg macht Janis Moser. Der 21-Jährige hat die Bieler verlassen und einen Dreijahresvertrag bei den Arizona Coyotes in der NHL unterschrieben. Da neben Haas auch Robin Grossmann, Noah Schneeberger, Viktor Lööv und Jere Sallinen die Bieler verstärken, konnten einige der gewichtigen Abgänge kompensiert werden. Mit Trainer Antti Törmänen, der wegen seiner Krebserkrankung ein Jahr pausierte und nun wieder an der Bande steht, ist dem EHCB ein direkter Playoff-Platz zuzutrauen.

Zuzüge: Gaëtan Haas (Edmonton Oilers), Robin Grossmann, Etienne Froidevaux (beide Lausanne), Alexander Yakovenko (Jukurit Mikkeli), Viktor Lööv (Jokerit Helsinki), Jere Sallinen (IFK Helsinki), Noah Schneeberger (Lausanne).Abgänge: Janis Moser, (Arizona Coyotes), Marc-Antoine Pouliot (Servette), Samuel Kreis (Zug), Riccardo Sartori (Karriereende), Stefan Ulmer (La Chaux-de-Fonds), Petteri Lindbohm (Jokerit Helsinki), David Prysi (Lyss), Jason Fuchs (Lausanne), Anton Gustafsson (IF Sundsvall), Konstantin Komarek (Lulea HF).

HC Davos: viel junges Blut

Der HC Davos verpasste in der vergangenen Saison die Playoffs, das soll nun nicht wieder vorkommen. Die Bündner haben vor allem in die Jugend investiert und haben sich mehrheitlich junge Spieler geholt – mit Weitblick in die Zukunft also. Darunter ist auch Rückkehrer Goalie Gilles Senn, der zwar nicht mehr zu den ganz Jungen gehört, aber erst 25 Jahre alt ist und schon einen grossen Rucksack an Erfahrung mitbringt. Senn kehrte aus der AHL zurück, hatte für die New Jersey Devils in der NHL zwei Spiele bestritten.

Einer, der am anderen Ende des Altersspektrums rangiert, ist Andres Ambühl. Der 37-Jährige wurde kürzlich von den Fans bereits zum siebten Mal zum beliebtesten Hockey-Spieler der Schweiz gewählt. «Ich war sehr überrascht, aber es freut mich natürlich», sagte Ambühl, auch noch nach seinem siebten Award. Der Preis zeige die Wertschätzung, dass man neben dem Eis nicht alles falsch mache, so «Büehli» weiter. Aber auch der Bündner wird nicht ewig für den HCD die Schlittschuhe schnüren, ein Jüngerer wird ihn früher oder später ablösen (müssen).

Zuzüge: Gilles Senn (New Jersey Devils), Mathias Bromé (Detroit Red Wings), Thomas Wellinger (Lugano), Jesse Zgraggen (Zug), Dominik Egli (Rapperswil), Axel Simic, Raphael Prassl (beide ZSC), Valentin Nussbaumer (Biel), Matej Stransky (HC Ocelari Trinec), Simon Knak (Portland Winterhawks), Julian Schmutz (Langnau), Dennis Rasmussen (Metallurg Magnitogorsk). Abgänge: Félicien Du Bois (Karriereende), Fabrice Herzog (Zug), Tony Sund (Rögle BK), Samuel Guerra (Lugano), Dominic Buchli (EVZ Academy), Marc Aeschlimann (GCK), Tim Lutz (Fischtown Pinguins), David Ullström (HV71 Jönköping), Benjamin Baumgartner (Lausanne), Teemu Turunen (Jokerit Helsinki), Dario Meyer (Kloten), Aaron Palushaj, Lorenz Kienzle (beide ?).

SC Bern: der taumelnde Riese auf dem Weg zurück

Der SC Bern schloss das Geschäftsjahr 2020/21, das immer noch stark von der Corona-Pandemie gebeutelt wurde, mit einem Verlust von über 1,5 Millionen Franken ab. Es sei ein Verlust, mit dem der SCB ohne grosse Unterstützung von Abonnenten und Abonnentinnen, Sponsoren und Sponsorinnen, ohne Lohnverzicht der Angestellten und Hilfe vom Bund an die Grenze der Tragbarkeit geraten wäre, heisst es weiter.

COO Rolf Bachmann hielt dafür fest, dass der SCB nach wie vor über 350 Businesspartner und -partnerinnen an seiner Seite wisse. Der COO erklärte zudem, dass bereits über 10'000 Saison-Abonnements abgesetzt worden seien. Sportdirektor Raeto Raffainer sagte, man sei bezüglich sportlicher Strategie auf dem angestrebten Weg, in drei Jahren wieder an der Spitze der National League mitspielen zu können. In der aktuellen Saison wird es für die Berner Mutzen ziemlich sicher zu keiner Spitzenposition reichen. Dafür ist das Kader samt Neuzugängen zu wenig gut bestückt.

Zuzüge: Daniel Manzato (Servette), Yannick Hänggi (HCB Ticino), Christian Pinana (Ambri), Kaspars Daugavins (Vityaz Podolsk), Ronny Dähler, Joshua Fahrni, Noah Fuss (alle SCB-Junioren), Timothy Kast (Servette). Abgänge: Tomi Karhunen (Straubing Tigers), Miro Zryd (Langnau), Yanik Burren, Inti Pestoni, André Heim (alle Ambri), Simon Sterchi, Andri Henauer (beide La Chaux-de-Fonds), Jesper Olofsson (Langnau), Kyen Sopa (GCK).

SC Rapperswil-Jona Lakers: nächste Überraschung mit neuem Coach?

Sechs Jahre lang stand Jeff Tomlinson als Cheftrainer an der Bande der SCRJ Lakers. Im Frühling dann der grösste Erfolg neben dem Cupsieg 2018: Der unerwartete Einzug in den Playoff-Halbfinal. Dort scheiterten die Lakers am späteren Meister EVZ in vier meist umkämpften Partien. Und jetzt? Nun, Tomlinson bekam keinen neuen Vertrag und ist Trainer beim EHC Kloten.

Der neue Cheftrainer heisst Stefan Hedlund, er ist ehemaliger Assistent des EVZ. Der Schwede versuchte sogleich, dem Team ein neues System einzuimpfen. «Es ist klar, dass nach sechs Wochen noch nicht alles passt. Das kann man im Laufe der Saison noch korrigieren. Ein guter Start wäre trotzdem gut für die Moral», sagt Lakers-Sportchef Janick Steinmann gegenüber Radio Top. Ein direkter Playoff-Platz ist den St. Gallern mit diesem Kader wohl eher nicht zuzutrauen.

Zuzüge: David Aebischer (Fribourg), Sandro Zangger, Dominic Lammer (beide Lugano), Yannick-Lennart Albrecht (Zug), Nathan Vouardoux, Inaki Baragano (beide Lausanne Nachwuchs), Alain Bircher, Benjamin Neukom (beide Langnau), Emil Djuse (Spartak Moskau), Zack Mitchell (Dinamo Minsk), Yannick Brüschweiler (GCK).Abgänge: Dominik Egli (Davos), Mauro Dufner (Fribourg), Sascha Rochow (Winterthur), Martin Ness (Ajoie), Kay Schweri, Michael Loosli (beide Langnau), Kevin Clark (Eisbären Berlin), Frantisek Rehak (Langenthal), Lukas Lhotak (Olten), Julian Payr, Daniel Vukovic (beide ?), Flurin Randegger (Kloten),

SCL Tigers: der WM-Siegtorschütze ist wieder da

Harri Pesonen ist wieder da, nach einem jährigen Unterbruch, in dem er in der KHL für Metallurg Magnitogorsk und Ak Bars Kazan aufs Eis lief, schnürt der Finne wieder die Schlittschuhe für die Emmentaler. Der 32-Jährige führte die Tiger in der Saison 2018/19 in die Playoffs. Nach dem Scheitern im Viertelfinal an Lausanne fuhr er mit Finnland an die WM in die Slowakei. Finnland krönte sich dort zum Weltmeister, dank des entscheidenden Treffers Pesonens im Final gegen Kanada. «Wir sind glücklich, dass es gelungen ist, Harri Pesonen zurückzuholen und damit für die Fans und auch die Mannschaft ein Zeichen zu setzen. Harri ist ein dynamischer Spieler und ein Leader mit viel Erfahrung», sagt Tigers-Sportchef Marc Eichmann.

Doch Pesonen alleine wird die Langnauer nicht ins Playoff führen können. Um überhaupt eine Chance auf einen der begehrten Plätze zu haben, müssen die Tigers konstanter werden. Die Unbeständigkeit zeichnete das Team aus dem Emmental in der letzten Saison aus.

Zuzüge: Miro Zryd, Jesper Olofsson (beide Bern), Kay Schweri, Michael Loosli (beide Rapperswil), Damian Stettler (Langnau Nachwuchs), Janis Elsener (Olten), Harri Pesonen (Ak Bars Kazan), Livio Langenegger (Zug), Alexandre Grenier (Iserlohn Roosters), Aleksi Saarela/FIN (Lukko), Sebastian Schilt (vereinslos). Abgänge: Julian Schmutz (Davos), Andrea Glauser (Lausanne), Federico Lardi (Karriereende), Alain Bircher, Benjamin Neukom (beide Rapperswil), Raphaël Kuonen (Visp), Stefan Rüegsegger (Langenthal), Toms Andersons, Loïc In-Albon (beide La Chaux-de-Fonds), Marcus Nilsson (Färjestad BK), Ben Maxwell (Linköping HC), Robbie Earl (beide ?).

HC Ambrì-Piotta: der Aussenseiter im neuen Stadion

Am 11. September wird Ambri zum ersten Mal im neuen Stadion ein Heimspiel bestreiten können. Von der Valascia in die Nuova Valascia – die Fans und die Spieler sind gespannt. Wird es auch im neuen Stadion diese überragende Stimmung geben? Wird «La Montanara», die Ambri-Hymne, erneut für Hühnerhaut sorgen?

Einer, der dieses Gefühl von früher noch kennt, als Heimspieler aber schon lange nicht mehr verspürte, ist ein Rückkehrer. Inti Pestoni spielt wieder für die Tessiner, nachdem er zuletzt für die ZSC Lins, Davos und Bern auf Torejagd ging. In der Saison 2015/16 spielte der 30-Jährige zuletzt für Ambri. In die Playoffs wie zuletzt in der Spielzeit 2018/19 werden es die Tessiner aber auch in dieser Saison nicht schaffen.

Zuzüge: Stefan Müller, Dario Bürgler (beide Lugano), Inti Pestoni, Yanik Burren, André Heim (alle Bern), Juuso Hietanen (HC Dynamo Moskau), Peter Regin (Jokerit Helsinki), Brandon Kozun (Dinamo Minsk), Simone Terraneo (SCB-Nachwuchs).Abgänge: Brian Flynn (New Jersey Devils), Viktor Östlund (Lausanne), Christian Pinana (Bern), Marco Müller (Zug), Karim Del Ponte (EVZ Academy), Dario Rohrbach (Ajoie), Jiri Novotny, Tommaso Goi, Elia Mazzolini, (alle Karriereende), Julius Nättinen (Växjö Lakers), Anthony Neuenschwander (Winterthur), Stanislav Horansky (Olten).

HC Ajoie: der chancenlose Aufsteiger

Nach dem Theater vor der Final-Serie gegen den EHC Kloten in der Swiss League im Mai – es ging das Gerücht herum, Kloten wolle das Sturmo-Duo für die neue Saison verpflichten – ist dieses Spitzen-Duo Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen noch immer Teil des Aufsteigers. Und die beiden Kanadier wollen nun auch in der National League für Furore sorgen.

Nichtsdestotrotz sind sich die Experten einig: Der Hockey-Club aus Porrentruy/Pruntrut wird es schwierig haben in der höchsten Schweizer Liga. Alles andere als der deutlich letzte Platz wäre eine Überraschung. Ein Volksfest werden die Partien in der heimischen Raiffeisen Arena jedoch jedes Mal auf ein neues werden – kein Wunder, spielen die Ajoulots doch zum ersten Mal seit 29 Jahren wieder in der National League (zuvor NLA).

Zuzüge: Dario Rohrbach (Ambri), Matteo Romanenghi (Lugano), Guillaume Asselin (Sierre), Lou Bogdanoff (Chaux-de-Fonds), Nelson Chiquet (GCK), Jérôme Leduc (Vienna Capitals), Martin Ness (Rapperswil).Abgänge: Marc Camichel (St. Moritz), Giacomo Casserini (Visp), Devin Muller (Olten).

Tabellen-Tipp von 20 Minuten

  1. ZSC Lions

  2. HC Lugano

  3. EV Zug

  4. Genève-Servette HC

  5. Lausanne HC

  6. HC Fribourg-Gottéron

  7. EHC Biel

  8. HC Davos

  9. SC Bern

  10. SC Rapperswil-Jona Lakers

  11. SCL Tigers

  12. HC Ambrì-Piotta

  13. HC Ajoie

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