Aktualisiert 09.08.2011 20:51

StrassenmusikerViele Reklamationen

Immer mehr und immer lauter: Basel hat wegen der Personenfreizügigkeit ein Problem mit Strassenmusikanten.

von
Jonas Hoskyn
Die lautstarken Strassenmusikanten sind mittlerweile stadtbekannt. (HYS/LO)

Die lautstarken Strassenmusikanten sind mittlerweile stadtbekannt. (HYS/LO)

Seit Tagen beschallen mehrere osteuropäische Strassenmusikergruppen die Innenstadt. Ihr Markenzeichen: mehr Sänger als Songs, dafür lautstärkemässig jenseits der Schmerzgrenze. «Jeden Tag immer der gleiche Song – ich kann es nicht mehr ­hören», so François Spira von der Modeboutique Spira, vor der die «Künstler» ­regelmässig spielen. «Darunter leiden meine Angestellten und die Kunden.»

Wegen der Erweiterung der Personenfreizügigkeit im Frühling sind dieses Jahr besonders viele solcher Strassenmusikanten in Basel zu Gast. «Wir haben relativ viel Reklamationen von Ladenbesitzern und Anwohnern», so Martin Schütz von der Basler Polizei. Das Problem: Eine wirkliche Handhabe fehlt. «Das ist nicht so einfach wie bei einem falsch parkierten Auto», so Peter Gautschi von der Abteilung Stadtentwicklung. Er hält fest: «90 Prozent der Strassenmusiker sind eine ­Bereicherung für die Stadt.» Gegen die anderen zehn Prozent geht die Polizei nun repressiv vor: «Wir achten genau darauf, dass sie die Regeln punkto Spieldauer und Ortswechsel einhalten», so Schütz.

Weiter wird momentan auch der Flyer für Strassenmusikanten überarbeitet. Wenn diese Massnahmen nichts bringen, müsse man mittelfristig schauen, ob man die Verordnung für Strassenmusiker anpassen muss, so Schütz.

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