US-Armee: Viele Selbstmorde wegen langer Militäreinsätze
Aktualisiert

US-ArmeeViele Selbstmorde wegen langer Militäreinsätze

Die Selbstmordrate unter US-Soldaten könnte in diesem Jahr einen neuen Rekordstand erreichen.

Oberst Eddie Stephens vom US-Heer rief alle Offiziere auf, ihre Anstrengungen zur Verhinderung von Selbstmorden zu verdoppeln. Bis Ende August gab es demnach mindestens 62 Selbstmorde unter den Aktiven und Reservisten, die einberufen wurden. Weitere 31 Todesfälle sind möglicherweise auch Selbstmorde, werden aber noch geprüft.

Sollten alle Fälle bestätigt werden, könnte der bisherige Rekordstand von 115 Selbstmorden unter US-Soldaten aus dem vergangenen Jahr noch überschritten werden. Zur Verbesserung der Vorbeugung hat das US-Herr schon die Zahl der Psychiater und Pfarrer erhöht. Stephens erklärte, 2006 habe es 102 Selbstmorde gegeben, 2005 waren es 87 und 2004 waren es 67.

Brigadegeneral Rhonda L. Cornum erklärte, Beziehungsprobleme, rechtliche und finanzielle Schwierigkeiten sowie die häufigeren und längeren Einsätze in den Kriegen in Afghanistan und im Irak seien weiter die häufigsten Ursachen für Selbstmorde. (dapd)

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