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80 Prozent SchmuggelwareViele Shisha-Bars verkaufen illegalen Tabak

Der Schmuggel des Shisha-Tabaks in die Schweiz hat riesige Ausmasse angenommen. Grund sei der massive Anstieg der Abgaben durch den Bund.

von
scl
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Der Schmuggel von Shisha-Tabak in die Schweiz hat riesige Ausmasse angenommen.

Der Schmuggel von Shisha-Tabak in die Schweiz hat riesige Ausmasse angenommen.

Inkkstudios/Symbolbild
Der illegal erworbene Tabak wird in legal erworbene Dosen umgefüllt.

Der illegal erworbene Tabak wird in legal erworbene Dosen umgefüllt.

Nullplus/Archivbild
Grund für den blühenden Schmuggel ist ein massiver Anstieg der Abgaben durch den Bund.

Grund für den blühenden Schmuggel ist ein massiver Anstieg der Abgaben durch den Bund.

Ilya Terentyev/Archivbild

In Schweizer Shisha-Bars wird hauptsächlich Schmuggelware verwendet – das sagt der Chef der Hauptabteilung Zollfahndung der Eidgenössischen Zollverwaltung. «Wir gehen davon aus, dass der allergrösste Teil des in der Schweiz konsumierten Shisha-Tabaks nicht legal importiert wurde. Ich würde sagen, es sind rund 80 Prozent», so Urs Bartenschlager in der «NZZ am Sonntag».

Der Schmuggel von Shisha-Tabak in die Schweiz hat riesige Ausmasse angenommen. Wie Insider laut Bericht sagen, wird der illegal erworbene Tabak in legal erworbene Dosen umgefüllt und so in den Shisha-Bars verwendet.

2019 bereits zwei grosse Händler überführt

Grund für den blühenden Schmuggel ist ein massiver Anstieg der Abgaben durch den Bund. Diese wurden im Mai 2015 von rund sechs auf 80 Franken pro Kilogramm Tabak erhöht. Damit wollte man die Jugend vom Shisharauchen abhalten – mit wenig Erfolg. Der Konsum von Shisha-Tabak nehme weiterhin zu, sagen Verkäufer.

Dieses Jahr haben die Behörden bereits zwei grosse Händler überführt. Im Norden des Kantons Zürich flog ein 38-jähriger Ägypter auf, der 1,4 Tonnen Shisha-Tabak illegal eingeführt hatte. Und in der Region Nordwestschweiz kamen bei 14 Durchsuchungen rund 850 Kilogramm Schmuggelware zum Vorschein.

Die Höhe der hinterzogenen Abgaben belief sich in Zürich auf 133'000 Franken und in Basel auf 82'000 Franken. Den Überführten drohen Bussen von bis zum Fünffachen des hinterzogenen Betrags.

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