Aktualisiert 12.05.2012 19:27

Sean Simpson«Viele Spieler waren nicht gut genug»

Die Schweiz war nicht bereit und hat schlecht gespielt, sagt Sean Simpson nach dem 2:4 gegen Frankreich. Der Nati-Trainer glaubt dennoch an ein Weiterkommen.

von
Klaus Zaugg
Helsinki

Die Enttäuschung war bei allen Beteiligten gross nach der 2:4-Pleite gegen Frankreich. Nati-Trainer Sean Simpson äusserte sich nach dem Spiel über die Leistung seiner Spieler und den Fünfminuten-Ausschluss von Goran Bezina.

20 Minuten Online: 2:4 gegen Frankreich und eine miserable Leistung. Was war los?

Sean Simpson: Wir haben nach den zwei Tagen Pause nicht mehr die gleiche Mannschaft gesehen. Wir waren nicht bereit und wir haben schlecht gespielt. Viele Spieler waren nicht gut genug.

Wie viele?

Zu viele waren nicht so gut, wie wir erwartet hatten – und wie sie wohl selbst erwartet hatten.

Sie nennen keine Namen?

Nein.

Drei Gegentore in Unterzahl. Das Boxplay hat nicht funktioniert. Warum?

Wir haben in Unterzahl nicht so gespielt, wie wir das vorher besprochen hatten.

Warum?

Das kann ich jetzt nicht sagen. Das Training am Freitag war sehr gut. Es war einfach nicht unser Tag. Frankreich hat gut und solid gespielt, wir nicht.

Ist Frankreich unterschätzt worden?

Nein, wir wissen ja aus Erfahrung, wie schwierig es ist, gegen Frankreich zu spielen. Nach dem 0:2 haben wir vorübergehend unser Spiel wieder gefunden. Aber das reichte nicht. Es braucht eine gute Leistung über 60 Minuten.

Frankreich hat das Spiel während der Fünfminuten-Strafe von Goran Bezina mit den zwei Toren zum 3:2 und 4:2 entschieden. Was sagen Sie zu diesem Ausschluss?

Wir haben die Situation auf dem Video analysiert. Bezina ist einfach mit seinem Gegenspieler zusammengestossen. Es war nicht einmal eine Strafe. Ich will Bezinas Ausschluss nicht als Ausrede brauchen. Aber es passt zu einem Spiel, das nicht für uns gelaufen ist.

Sie können trotzdem der neue Ralph Krueger werden. Wenn Sie jetzt die zwei ausstehenden Spiele gegen die Slowakei und die USA gewinnen, reicht es mit höchster Wahrscheinlichkeit trotzdem für die Viertelfinals.

Genau. Es ist wie im richtigen Leben: Es kommt immer ein neuer Tag. Wir müssen die Lehren aus dieser Niederlage ziehen und diese zwei Spiele gewinnen.

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