Aktualisiert 26.07.2011 16:54

Bei schlechtem Wetter

Viele Tote bei Absturz von Militärflugzeug

Ein abgestürztes Militärflugzeug im Süden Marokkos fordert 80 Todesopfer. Weitere Personen wurden verletzt. Unter den Opfern sind auch Zivilisten.

Bei dem Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Marokkos sind nach jüngsten Angaben alle 80 Passagiere ums Leben gekommen. Die Armee hatte nach dem Unglück am Dienstag zunächst erklärt, an Bord seien 81 Menschen gewesen und drei von ihnen hätten schwerverletzt überlebt.

Nach Angaben von Ärzten starben zwei der Verwundeten später, die Angaben zu einem angeblichen dritten Verletzten beruhten demnach auf einem Irrtum.

Die Maschine war nach Angaben der marokkanischen Armee bei schlechtem Wetter an einem Berg nahe der Stadt Guelmim am Rande der Sahara zerschellt. Die genaue Unglücksursache werde noch untersucht.

Der Absturz ist das bislang schwerste Unglück eines Armeeflugzeuges in Marokko. Im Dezember 2001 war ein zweimotoriges Militärflugzeug mit mindestens fünf Menschen an Bord im Süden Marokkos spurlos verschwunden.

Das Flugzeug war in der westsaharischen Stadt Dakhla gestartet und war zuerst in El Aaiún, der Hauptstadt der ehemaligen spanischen Kolonie, zwischengelandet.

Eine zweite Zwischenlandung war in Guelmim geplant. Danach sollte die Maschine in die südmarokkanische Küstenstadt Agadir weiterfliegen. Etwa acht Kilometer vor der Landung in Guelmim sei das Flugzeug abgestürzt. (sda)

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