Viele Tote bei brutalen Kämpfen auf den Philippinen
Aktualisiert

Viele Tote bei brutalen Kämpfen auf den Philippinen

Mehr als 50 Menschen sind bei Gefechten zwischen Soldaten und Muslimrebellen auf der südphilippinischen Insel Jolo ums Leben gekommen. Tausende Zivilisten flüchteten vor den Kämpfen.

Nach Angaben der Armee waren unter den Toten 25 Soldaten, 27 Aufständische und ein Zivilist.

Die Kämpfe hatten am Donnerstag begonnen, als Angehörige der Abu Sayyaf eine Gruppe von Soldaten überfielen. Dabei starben neun Soldaten. Ein anderer kam später ums Leben. Danach entzündete sich ein weiteres Gefecht mit Kämpfern der Abu Sayyaf. Dieses kostete 15 Soldaten das Leben.

In die Kämpfe seien auch Mitglieder der separatistischen Moro Islamischen Befreiungsfront MILF verwickelt gewesen, sagte ein MILF- Sprecher, da Soldaten am Mittwoch vier Moro-Rebellen getötet hätten.

Abu Sayyaf ist die brutalste der auf den Philippinen operierenden muslimischen Separatistengruppen. Auf ihr Konto geht auch die Entführung der Lehrerfamilie Wallert aus dem deutschen Göttingen im April 2000. Sie wurden erst nach Monaten freigelassen. (sda)

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