Lasershow statt Feuerwerk: «Viele waren verärgert, Kinder enttäuscht»

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Lasershow statt Feuerwerk«Viele waren verärgert, Kinder enttäuscht»

An der offiziellen Basler Bundesfeier verzichtete der Kanton zum ersten Mal komplett auf ein klassisches Feuerwerk. Stattdessen fand eine Lasershow statt. Die Darbietung kam nicht bei allen gut an. Die Organisatoren sind selbstkritisch: Es gebe noch Verbesserungspotenzial.

von
Vanessa Travasci

Dieses Jahr wurde an der Bundesfeier auf dem Bruderholz erstmals gänzlich auf ein Feuerwerk verzichtet. Die Laser- und Wassershow kam nicht bei allen gut an. 

20min/Privat

Darum gehts

  • Erstmals wurde bei der Basler Bundesfeier im Bruderholz komplett auf Pyrotechnik und Feuer verzichtet. Stattdessen gab es eine Laser- und Wassershow. 

  • Diese kam bei den Zuschauenden nicht gut an. 

  • Der Veranstalter nimmt Stellung dazu und zeigt sich selbstkritisch. 

Rund ein Jahr habe die Programmierung der Laser- und Wassershow für die offizielle Basler Bundesfeier am 1. August auf dem Bruderholz gedauert. 15 Spezialistinnen und Spezialisten seien beim Lichtspektakel im Hintergrund tätig gewesen, damit die Darbietung funktioniere, wie die «Basler Zeitung» berichtet. Denn für eine klimafreundliche 1.-August-Feier verzichtete der Kanton komplett auf ein Feuerwerk und ein klassisches Höhenfeuer.

Stattdessen wurde auf «umweltfreundliche Elemente» gesetzt, wie auf der Website des Organisationskomitees zu lesen ist. Doch die Feuerwerksalternative funktionierte nicht einwandfrei. Auch die Veranstalter zeigen sich selbstkritisch.

Der Wind war schuld

Fausi Marti, Präsident des Komitees Offizielle Basler Bundesfeier auf dem Bruderholz, sagt auf Anfrage zu 20 Minuten: «Das Höhenfeuer aus Wasser und die damit verbundene Lasershow haben noch viel Potenzial.» Nicht alles habe funktioniert wie geplant. «Die Rauchmaschine kam gegen die windigen Wetterverhältnisse nicht an, die wichtig ist für die Lasershow. Auch stimmte kurze Zeit etwas mit der Funkverbindung der Lichter nicht», so Marti. Man müsse aber auch beachten, dass es das erste Mal war, dass eine solche Darbietung stattfand, in der zu 100 Prozent auf Pyrotechnik und Feuer verzichtet wurde. 

Dies fiel auch einigen Zuschauenden auf. Unter der Berichterstattung der Tamedia-Medien äussern Besuchende ihren Unmut: «Die Lasershow war eine grosse Enttäuschung», oder «Es war ganz nett, aber tatsächlich etwas langweilig», kommentieren User und Userinnen die Show. Auch unter der Berichterstattung von Telebasel äusserten sich die Gäste: «Nach wenigen Minuten haben Besucher das Areal enttäuscht verlassen. Viele waren verärgert, Kinder enttäuscht», heisst es entsprechend. Besucherinnen und Besucher hätten sich bei der Lasershow gefragt, was das hätte sein sollen, so der O-Ton.

Doch auch positive Stimmen machen sich bemerkbar. «Es war einfach herrlich», schreibt etwa eine Userin. Der Feuerwerkersatz komme besonders Tier und Natur zugute und biete eine gute Alternative. «Hier konnte man eine Alternative zum gewohnten Feuerwerk erleben. Einfach spitze», kommentiert eine weitere. 

Nächstes Jahr wieder Pyrotechnik?

Der Veranstalter zeigt sich mit dem Abend durchaus zufrieden: «Wir haben uns sehr über die vielen Menschen gefreut, die zur Feier gekommen sind. Besonders die Artistinnen und Artisten des Quartierzirkus Bruderholz kamen gut an.» Auch für nächstes Jahr spiele das «nachhaltige Element» eine Rolle, betont Marti. Ob es als «Salz in der Suppe» einen kleinen Teil mit Pyrotechnik geben werde, sei noch offen. 

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