Fussball-WM: Viele Wirte dürften in die Röhre gucken
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Fussball-WMViele Wirte dürften in die Röhre gucken

WM-Gucken ist in St. Gallen fast an jeder Ecke möglich. Die Fachleute warnen vor zu grosser Euphorie.

von
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Fussballbegeisterte verfolgen das WM-Spiel Spanien gegen Deutschland während der WM 2010 auf dem Marktplatz in St. Gallen.

Fussballbegeisterte verfolgen das WM-Spiel Spanien gegen Deutschland während der WM 2010 auf dem Marktplatz in St. Gallen.

Für die St. Galler Beizer hat die Weltmeisterschaft schon begonnen: Seit Tagen bereiten sie sich auf das Megaereignis vor. Sie locken die Fans mit Grossleinwänden, Cocktails und Gewinnspielen. Fast jedes Lokal in der Stadt lässt sich noch etwas einfallen und hofft auf ein Sommermärchen.

Gastrofachmann René Rechsteiner warnt allerdings vor zu grossen Erwartungen: «Einige Anbieter von Public Viewings werden in die Röhre gucken.» Laut Rechsteiner sorgen vor allem die Spiele der Schweizer Nati für Umsatz. Zwar würden auch Teams wie Spanien und Italien Gäste anziehen. Daneben gebe es aber viele Spiele, «die hier kaum interessieren.»

Kreativität gefordert

Anbieter müssten einige Regeln beachten und kreativ sein. Rechsteiner: «Die Wirte können etwa mit kulinarischen Spezialitäten der entsprechenden Länder punkten.» Zudem rät er zu fussballfreien Zonen: «Viele Frauen gehen lieber in Ruhe etwas trinken, wenn der Ball rollt.»

Vor zu grosser Euphorie warnt auch Lukas Hofstetter, Mitveranstalter des Kulturfestivals: «Einige Anbieter werden wohl leer ausgehen.» Es gebe viele, die im letzten Moment noch auf den WM-Zug aufspringen wollen. «Einen Vorteil haben die etablierten Lokale, die auch sonst viele Spiele zeigen.»

Das grösste kollektive WM-Gucken in St. Gallen soll in der AFG Arena stattfinden. Bis zu 6000 Fans können dort die Spiele der Schweizer Nati verfolgen.

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