Gefechte: Viele zivile Opfer in Sri Lanka
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GefechteViele zivile Opfer in Sri Lanka

Im umkämpften Norden Sri Lankas sind im Januar mindestens 145 Zivilisten getötet worden. Zudem seien mehr als 650 Menschen verletzt in Spitäler eingeliefert worden.

Dies sagte der Gesundheitsdirektor der ehemaligen Rebellenhochburg Kilinochchi, T. Satyamurthy, der BBC am Dienstag. Allein am Montag seien 27 Zivilisten getötet und 76 weitere verletzt worden, als zwei Spitäler im Bezirk Mullaittivu unter Beschuss genommen worden seien.

Die letzte von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) kontrollierte Stadt Mullaittivu war am Sonntag von Regierungstruppen eingenommen worden. Nach Angaben der Pro-Rebellen-Website Tamilnet.com starben in den vergangenen 24 Stunden mehr als 300 Menschen.

«Billige Propaganda»

Die Armee Sri Lankas weist Berichte über eine hohe Zahl ziviler Opfer als «billige Propaganda» der Rebellen zurück. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon äusserte sich am Montag (Ortszeit) in New York besorgt über das Schicksal der Zivilisten angesichts der Kämpfe.

Er rief sowohl die Rebellen als auch die Regierungstruppen auf, alles zu tun, damit die rund 250 000 Zivilisten im Kampfgebiet an sichere Orte gelangen könnten. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben mindestens 30 Zivilisten bei den jüngsten Kämpfen.

Am Dienstag wurde der indische Aussenminister Pranab Mukherjee in Sri Lanka erwartet. Wie die Nachrichtenagentur PTI meldete, sollte er mit Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse zusammentreffen.

Thema des Gesprächs sei eine politische Lösung des Konflikts mit den Tamilenrebellen. Die LTTE kämpft seit 36 Jahren für einen unabhängigen Staat im Norden Sri Lankas. Bisher kamen zehntausende Menschen bei dem Konflikt ums Leben.

(sda)

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