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Youth Lab«Vielen Dank für alles! Ihr seid mega!»

Nach drei intensiven Monaten fand diese Woche der vorerst letzte Workshop des Youth Lab von 20 Minuten statt. Höchste Zeit für eine Bilanz.

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(Video: Stevan Bukvic)

Was waren wir von der 20-Minuten-Redaktion gespannt, was mit dem Youth Lab auf uns zukommen würde. Zwölf Wochen lang durften wir mit 23 jungen Leserinnen und Lesern aus der ganzen Deutschschweiz zusammenarbeiten.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren haben uns erklärt, wie sie Medien nutzen. Sie haben uns gezeigt, was für sie wichtige Nachrichten sind, wo sie sich ausgeschlossen fühlen und wie sie ihre Quellen auf Vertrauenswürdigkeit checken. «Chillig» fanden sie die Workshops, «interessant», «spannend» und «cool». Wir ebenso. Darum noch mal ein grosses Dankeschön an alle!

23 an Medien interessierte Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren aus der ganzen Deutschschweiz. Sie kommen aus St. Margarethen TG, Biel, Bäriswil BE, Pfäffikon SZ und all den Regionen dazwischen.

Zwölf Wochen lang, immer mittwochs, trafen sich die Youth-Lab-Teilnehmer bei Tamedia in Zürich im eigens dafür eingerichteten Youth-Lab-Raum für die dreistündigen Workshops.

Das Youth Lab bedeutete keinen geringen Aufwand. Allein für die Reise nach Zürich und zurück wendeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kumuliert über 26 Stunden pro Woche auf. Mai etwa fuhr jeden Mittwoch von Wünnewil im Kanton Freiburg nach Zürich. Das sind 1 Stunde 29 Minuten oder rund 140 Kilometer pro Weg! Wir verneigen uns.

Neun Sprachen waren im Youth Lab vertreten: neben den Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch auch Englisch, Afrikaans, Türkisch, Tschechisch, Russisch und Latein.

Mehrere verschiedene Accounts bei Instagram sind normal. Nur ein Teilnehmer hat seinen Account gelöscht, weil es ihm zu oberflächlich war. Facebook hingegen ist «für alte Leute» und spielt bei den Youth-Lab-Teilnehmern keine Rolle.

Für die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht die Entscheidung über Berufslehre und Studium unmittelbar bevor. Ihre Zukunftspläne sind so breit gefächert wie ihre Herkunft: ETH-Studium, Sekundarlehrerin, Ingenieurin, Architektur, Rugby-Profispielerin, Filmemacher, Schauspielerin, Multimedia-Producer, Autorin, Journalistin, Informatiker. Oder weniger ernst: Sektenführerin, Konstrukteurin eines Hello-Kitty-Weltzerstörungsroboters.

Diese zwölf Hobbys wurden am meisten genannt: Lesen, Schreiben (logisch, bei newsinteressierten jungen Menschen). Aber auch Filmen, Fotografieren, Gamen, Programmieren, Wakeboarden, Surfen, Tanzen und natürlich Musik.

Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Singen: Wir könnten eine Youth-Lab-Band starten.

Hast du gewusst, dass in der Schweiz Rugby gespielt wird? Im Youth Lab auf hohem Niveau. Auch Frauen-Eishockey, Free Running, Karate, Tennis, Pilates und Team-Aerobic sind vertreten.

Das Youth Lab war für beide Seiten ein Gewinn. Umso schöner, was die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Schluss sagten: «Schön, dass auf unsere Meinung eingegangen wurde», «Es war ein guter Einblick hinter die Kulissen», «Ich habe Freunde gefunden», «Ich habe Selbstvertrauen gewonnen», «Es war eine harmonische Stimmung» oder in Janiks Worten: «Ich bin überrascht, dass es cool geworden ist.»

Die Youth-Laber fanden die zwölf Mittwoche trotz langem Reiseweg und viel Aufwand «spannend», «geil», «cosy», «chillig», «kreativ», «interessant», «nice», «lit»*, «easy». Wir können das unterschreiben. Danke vielmal!

*lit: Super, toll, schön.

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