Aktualisiert 13.06.2014 03:50

Bahnhof Löwenstrasse«Vielleicht haben Pendler Orientierungsprobleme»

An der Eröffnungsfeier wurde der Bahnhof Löwenstrasse mit Lob überschüttet. Doch bringt er auch den Pendlern etwas? Pro-Bahn-Präsident Urs Schaffer sagt, was er davon hält.

von
som

Herr Schaffer*, als Pro-Bahn-Präsident haben Sie der SBB beim Bau der Durchmesserlinie auf die Finger geschaut. Was ist Ihr Eindruck, wenn Sie jetzt im fertigen Bahnhof stehen?

Der neue Bahnhof ist sehr schön mit seinem rutschfesten Boden und der goldenen Decke. Ebenfalls beeindruckt mich seine Grösse. Ab Sonntag können die Züge vom linken Zürichseeufer den Bahnhof endlich unterqueren. Wir haben eine Autobahn quer durch die Stadt auf Schienen. Sicher freuen sich die Pendler auch, dass es 45 neue Geschäfte gibt.

Am Montag kommt der grosse Pendleransturm. Haben Sie das Gefühl, dass der neue Bahnhof dafür bereit ist?

Davon bin ich überzeugt. Vielleicht werden die Pendler in den ersten zwei Tagen etwas Orientierungsprobleme haben. Aber sie werden schnell herausfinden, welches der schnellste und bequemste Weg von A nach B ist. Momentan entwickeln wir ein Wegweisersystem, damit sich auch die auswärtigen Passagiere zurechtfinden - hier gibt es noch einiges zu tun.

Hat der Bahnhof auch Schwachstellen?

Ein Wermutstropfen ist, dass die S 14 nicht mehr am Bahnhof Wipkingen hält. Dieses Problem ist noch nicht gelöst. Was man sonst noch verbessern könnte, kann ich momentan noch nicht beurteilen. Dazu muss ich den Bahnhof erst selber ausprobieren.

Neu müssen Pendler ihren Abfall getrennt entsorgen. Wird das funktionieren?

Im Testbetrieb hat es funktioniert. Vielleicht müssen sie sich erst daran gewöhnen, aber ich finde, dass man das schon verlangen darf. Es spart Kosten, wenn der Abfall schon von Anfang an getrennt wird.

*Urs Schaffer, ist Präsident der Interessevertretung der ÖV-Kunden «Pro Bahn Zürich».

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