Aktualisiert 08.03.2020 09:13

Hombrechtikon ZH

«Vielleicht hätte ich sie retten können»

Am Dienstag wurde N.R.* in ihrer Wohnung in Hombrechtikon tödlich verletzt. Ihr 46-jähriger Partner wurde festgenommen. Wie es dazu kam, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt.

von
mab/tam/juu
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Am Dienstagabend wurde die 44-jährige N.R.* schwer verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden.

Am Dienstagabend wurde die 44-jährige N.R.* schwer verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden.

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Wenig später verstarb die Schweizerin mit russischen Wurzeln im Spital.

Wenig später verstarb die Schweizerin mit russischen Wurzeln im Spital.

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Ihr 46-Jähriger Partner, der sich beim Eintreffen der Rettungskräfte neben R. befand, wurde festgenommen.

Ihr 46-Jähriger Partner, der sich beim Eintreffen der Rettungskräfte neben R. befand, wurde festgenommen.

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Eine 44-jährige Schweizerin verstarb am Mittwoch im Spital, nachdem sie am Dienstagabend schwer verletzt in ihrer Wohnung in Hombrechtikon ZH aufgefunden wurde. Beim Eintreffen der Rettungskräfte befand sich ein 46-jähriger Pole neben ihr. Wie Recherchen von 20 Minuten zeigen, handelt es sich bei der Frau um N.R.*, eine Schweizerin mit russischen Wurzeln.

Gemäss ihrem Ex-Freund Tiago Dias Lopes waren N.R. und der Pole seit kurzem ein Paar: «Er zog in das Zimmer neben ihr ein. Sie verliebte sich gleich in ihn», sagt er zu «Blick». Lopes habe zwar weiterhin ein gutes Verhältnis zu R. gehabt, ihren neuen Freund mochte er aber gar nicht: «Er wirkte auf mich recht aggressiv.»

Was sich am Dienstag allerdings genau in dem Appartementhaus in Hombrechtikon abspielte, ist noch unklar. Ein Nachbar sagte der Zeitung, dass er ein Rumpeln aus dem Zimmer der 44-Jährigen hörte. «Es klang nicht nach einer Schlägerei. Es war mehr wie ein umgestürztes Möbelstück», wird der Bewohner zitiert.

Ex-Freund macht sich Vorwürfe

Da ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden kann und sich Hinweise auf Dritteinwirkung verdichtet hätten, wurde der 46-jährige Pole festgenommen. Auch Untersuchungshaft wurde beantragt, wie die Staatsanwaltschaft Zürich mitteilte.

Lopes, der nur wenige Meter vom Zimmer seiner Ex-Freundin entfernt wohnt, war zur Unglückszeit nicht zu Hause. Der 32-Jährige macht sich Vorwürfe: «Vielleicht hätte ich sie retten können». R. hinterlässt zwei Söhne aus erster Ehe.

*Name der Redaktion bekannt.

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