Wendy Holdener: «Vielleicht hat mir die Zwangspause gut getan»
Aktualisiert

Wendy Holdener«Vielleicht hat mir die Zwangspause gut getan»

Wegen einem Armbruch ist der Aktions-Radius von Wendy Holdener eingeschränkt. Optimistisch ist die Schweizer Ski-Hoffnung vor dem bevorstehenden Saisonstart gleichwohl.

von
Marcel Allemann

Im letzten Winter war Wendy Holdener mit sechs Top-10-Klassierungen sowie dem ersten Podestplatz (Rang 2 in Ofterschwang) die grosse Aufsteigerin und mit ihrer unbekümmerten Art der neue Sonnenschein bei Swiss Ski. Mitte September erlitt die 20-jährige Schwyzerin jedoch einen Rückschlag. Bei einem Sturz mit einem Motorroller zog sich Holdener vor einem Monat einen Armbruch zu.

An ihrem Optimismus hat dieser jedoch nichts geändert: «Es läuft alles nach Plan, sehr vieles kann ich schon wieder machen. Daher muss ich wirklich sehr zufrieden sein.» Auf Schnee trainiert sie seit letzter Woche wieder – noch mit reduziertem Programm. Das Schweizer Techniker-Talent geht daher inzwischen soweit, ihrem Armbruch gar positive Seiten abzugewinnen: «Vielleicht hat mir diese Zwangspause gut getan. Ich habe dadurch mehr Kondition trainiert und bin vielleicht länger fit als die anderen.»

In Levi wieder am Start?

Holdeners Plan ist es, in einem Monat beim Slalom-Auftakt in Levi am Start zu stehen. An der Motivation fehlt es nicht: «Ich bin richtig giggerig auf Schnee!» Entsprechend hat sie für die neue Saison klare Vorstellungen: «Ich versuche dort anzuknüpfen, wo ich im letzten Winter aufgehört habe.» Eine Steigerung davon wäre ihr erster Weltcupsieg. Darauf angesprochen meint sie: «Zuerst muss die Saison mal beginnen – dann sehen wir weiter.»

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