Remis zum Saisonauftakt: «Vielleicht holen sie sich ein Gipfeli» – Frei ist mit Schiri-Leistung unzufrieden

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Remis zum Saisonauftakt«Vielleicht holen sie sich ein Gipfeli» – Frei ist mit Schiri-Leistung unzufrieden

Nach dem 1:1 gegen den FC Winterthur lobt Alex Frei, der neue Basler Trainer, den Aufsteiger. Er ist überzeugt, dass noch viele Vereine in Winti nicht gewinnen werden. Den Video-Schiedsrichter kritisiert er. 

von
Nils Hänggi

Winti erkämpft sich gegen Basel ein 1:1.

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Darum gehts

  • Der FC Basel spielt zum Saisonauftakt nur Remis gegen Winti. 

  • Nach der Partie will FCB-Trainer Alex Frei keine Entschuldigungen suchen. 

  • Den Schiri kritisiert er dennoch. 

Die Schützenwiese bebte am Samstagabend. Nach 37 Jahren kehrte der FC Winterthur in die Super League zurück und sogleich stand eine Kracher-Partie gegen den FC Basel und den ehemaligen Trainer Alex Frei an. Nach einer fantastischen Leistung (1:1) durfte sich Winti am Ende über einen Punkt freuen. Die Basler leckten hingegen ihre Wunden. Sie waren enttäuscht, wollten sie doch zum Saisonauftakt einen Sieg – zumal im ersten Super-League-Spiel der Saison YB den Meister aus Zürich mit 4:0 demütigte und damit ein ganz starkes Zeichen in Sachen Meisterkampf setzte. 

Der FCB haderte nach der Partie vor allem mit dem Schiri. Sie hätten etwa gerne in der 37. Minute einen Penalty zugesprochen bekommen. Michael Lang zog im Winterthurer Strafraum ab. Der Ball sprang an den Arm von FCW-Spieler Roy Gelmi (siehe Video oben). Die FCB-Spieler reklamierten und forderten den Pfiff des Schiris. Dieser kontaktierte den VAR. Am Ende blieb die Pfeife des Schiedsrichters jedoch stumm, die Partie ging weiter.

Frei sagt nach der Partie: «Heute hat jeder gemerkt, dass der FC Winterthur eine Bereicherung für diese Liga ist.»

Frei sagt nach der Partie: «Heute hat jeder gemerkt, dass der FC Winterthur eine Bereicherung für diese Liga ist.»

Andy Mueller/freshfocus

«Wir suchen keine Ausreden, wir suchen Lösungen»

Nach der Partie meinte FCB-Captain Fabian Frei: «Manche Schiri-Entscheidungen waren hart.» Und Coach Alex Frei sagte: «Ich bin kein Typ, der Entschuldigungen sucht. Ich stelle mir einfach Fragen. Da sitzen mehrere Menschen im Videokeller und ich weiss nicht: Vielleicht holen sie sich manchmal ein Gipfeli.» Aber es sei halt so, das müsse man akzeptieren. «Es gibt immer Entscheidungen, die uns nicht gefallen. Wir suchen keine Ausreden, wir suchen Lösungen», so Frei. 

Der 43-Jährige äusserte sich ruhig, er hatte sich nach dem Schlusspfiff beruhigt. Das sah während der Partie noch anders aus – insbesondere nach dem frühen Gegentreffer. Er stauchte seine Mannschaft ob des fatalen Abwehrverhaltens zusammen.  

YB zerlegt den Meister aus Zürich. 

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Lang rettet das Unentschieden

Eine gute Partie zeigte derweil der neue FCB-Goalie Marwin Hitz. Immer wieder hielt er mit mirakulösen Paraden die Basler im Spiel. Ohne ihn hätte Rotblau die erste Saisonpartie verloren. Ohne ihn und ohne Michael Lang. In der 77. Minute war es nämlich Di Giusto, der sich durch die Rotblau-Abwehr zauberte und nur noch zum 2:1 einzuschieben brauchte. Doch Lang packte die Monstergrätsche aus und verhinderte den Gegentreffer. Das erkannte auch der FCB-Trainer: «Danke! Er hat uns das Remis gerettet.» 

Dass der Saisonauftakt wegen des Remis nun in die Hosen ging, davon wollte Frei aber überhaupt nichts wissen. Man könne ein Fazit nach den ersten vier Spielen ziehen, nach einem Spiel sei das noch viel zu früh, meinte er. Weiter lobte er den Aufsteiger aus Winterthur und zeigte sich überzeugt von der Stärke des FCW. Frei: «Heute hat jeder gemerkt, dass der FC Winterthur eine Bereicherung für diese Liga ist. Hier auf der Schützenwiese werden noch ein paar Clubs Punkte liegen lassen.» Sein Captain stimmte mit ihm überein.  

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