Aktualisiert 17.03.2020 16:28

Nach EM-Absage

«Vielleicht noch die Meisterschaft spielen»

Trainer Vladimir Petkovic und Nationalteam-Direktor Pierluigi Tami zeigen Verständnis für die EM-Absage – und schauen bereits nach vorne.

von
te
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Wird die Schweiz in diesem Sommer nicht anführen: Granit Xhaka. Die Uefa hat die Europameisterschaft auf Sommer 2021 verschoben.

Wird die Schweiz in diesem Sommer nicht anführen: Granit Xhaka. Die Uefa hat die Europameisterschaft auf Sommer 2021 verschoben.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Die Schweiz ist bei der EM in einer Gruppe mit Italien und seinem Top-Torjäger Ciro Immobile. Dazu stehen Spiele gegen die Türkei und Wales an.

Die Schweiz ist bei der EM in einer Gruppe mit Italien und seinem Top-Torjäger Ciro Immobile. Dazu stehen Spiele gegen die Türkei und Wales an.

epa/Peter Powell
Damit steigen die Chancen, dass die nationalen und internationalen Ligen und Wettbewerbe zu Ende gespielt werden können.

Damit steigen die Chancen, dass die nationalen und internationalen Ligen und Wettbewerbe zu Ende gespielt werden können.

AP

Italien gegen die Schweiz am 17. Juni 2020 in Rom – dieses Fussball-Highlight aus Schweizer Sicht wird nicht stattfinden. So wie die ganze Europameisterschaft. Die Uefa hat am Dienstag entschieden, die EM um ein Jahr nach hinten zu verschieben. Neu soll die 16. Austragung im Sommer 2021 stattfinden. Der Entscheid war absehbar, an ein Fussballspiel ist in der momentanen Lage schlicht nicht zu denken.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic reagiert in einem Statement verständnisvoll auf die Verschiebung: «Der Entscheid ist vernünftig und richtig. Die Bekämpfung des Virus hat für uns alle höchste Priorität. Natürlich hätten wir diese EM sehr gerne gespielt. Eine professionelle sportliche Vorbereitung wäre unter diesen Umständen aber nicht möglich gewesen.»

Tamis Funken Hoffnung

Der 56-Jährige schaut aber bereits nach vorne: «Ich hoffe, dass diese Krise bald vorbeigeht und der Fussball wieder rollt. Ich wünsche mir, dass wir uns ab September mit Spielen in der Nations League auf die EM 2021 vorbereiten können und dass wir im nächsten Sommer in Europa ein Fussballfest mit vielen begeisterten Zuschauern feiern können.» Auf die Schweiz würde in der Nations League eine Hammer-Gruppe mit Deutschland, Spanien und der Ukraine warten.

Nationalmannschafts-Direktor Pierluigi Tami beurteilt die Lage ähnlich, spricht von einer «logischen Entscheidung». Er sieht aber auch einen Funken Hoffnung: «Momentan geht es um die Gesundheit der Menschen, da muss der Sport zurückstehen. Zugleich bietet die Uefa mit dem Entscheid den Ligen und Clubs die Möglichkeit, ihre Meisterschaften vielleicht doch noch fertig spielen zu können.»

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