Aktualisiert 20.05.2012 17:48

Tom Lüthi

«Vielleicht liebt mich die Strecke»

Tom Lüthi ist nach dem Sieg in Le Mans definitiv zurück im Kampf um die WM. Der Schweizer möchte sich jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern blickt in die Zukunft - und warnt seine Gegner.

von
fox

Tom Lüthis Chancen auf den Gewinn des WM-Titels in der Moto2-Klasse sind nach dem Regen-GP von Le Mans stark gestiegen. Der Berner sicherte sich auf dem Circuit im Nordwesten Frankreichs hoch überlegen den ersten Saisonsieg. «Es war ein perfekter Tag - auch für die WM. Ich bin überglücklich und habe mich auf einer Auslaufrunde noch nie so gefreut wie dieses Mal», sagte Lüthi.

Er freue sich für sich selbst, aber genau so auch für sein Team, so der 25-jährige Berner. «Das Team hat diesen Sieg schon lange verdient.» Lüthi, der in der Vorbereitung auf die Saison der dominierende Moto2-Fahrer war, hatte schon in den drei Grands Prix zuvor in Katar (5. Platz), Jerez (3.) und Estoril (3.) über viele Runden geführt und letztlich fehlte ihm jeweils nur wenig zum Sieg.

In Le Mans ist es bereits der dritte Sieg von Lüthi. Im Interview mit SF findet er dazu nur mit einem Schmunzeln eine Erklärung: «Die Strecke liegt mit eigentlich nicht. Aber vielleicht ist es umgekehrt und die Strecke liebt mich.»

Lüthis Blick in die Zukunft

Als in der zweiten Rennhälfte plötzlich der junge Franzose Johann Zarco aufdrehte, schmolz Lüthis Vorsprung weg: «Weil es in der zweiten Rennhälfte stärker regnete und die Strecke schmieriger wurde, musste ich Speed wegnehmen», so Lüthi. Aber Zarco nahm zu viel Risiko, oder wie der Schweizer sagt: «Er hat es übertrieben und ist gestürzt.» Das spielte dem Schweizer in die Karten. Denn er gibt zu: «Ich hätte nicht mehr viel zulegen können und hätte wohl den zweiten Platz heimfahren müssen.»

Bei «extrem schwierigen Bedingungen» und einer «Gratwanderung», wie Lüthi selbst sagt, war die Entscheidung danach gefallen. Am Schluss lag Lüthi 6,4 Sekunden vor dem Italiener Claudio Corti, der drittklassierte Brite Scott Redding verlor bereits über zwölf Sekunden. «Ich bin überzeugt, dass wir im Laufe der Saison noch stärker werden», sagte der 125er-Weltmeister von 2005 am Ende auch noch, womit er sein momentan riesiges Selbstvertrauen auch abseits der Piste demonstrierte. (fox/si)

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