Gereizter Räikkönen: «Vielleicht sollte jemand Perez eine reinhauen»
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Gereizter Räikkönen«Vielleicht sollte jemand Perez eine reinhauen»

Formel-1-Pilot Kimi Räikkönen ist normalerweise der coole «Iceman». Nicht so am Sonntag beim GP von Monaco. Da verlor der Finne für einmal seine Contenance.

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fbu/pbt

McLaren-Pilot Sergio Perez verursachte beim GP von Monaco eine Kollision mit Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen. Der Finne kam nicht ganz unbeschadet aus der Sache. Seine Reifen wurden bei der Szene beschädigt. Das sorgte bei dem sonst so coolen «Iceman» mächtig für Ärger. «Dieser Idiot», schimpfte Räikkönen schon während des Rennens über Funk.

Doch auch nach dem Rennen durch die Strassen von Monaco hatte sich der Finne noch nicht beruhigt. «Ich weiss nicht, ob es was bringt, wenn sich die Fahrer mit ihm zusammensetzen und mit ihm reden. Vielleicht sollte man ihm mal eine runterhauen - dann versteht er's.»

Eine provokative Aussage, immerhin ist Räikkönen mit seiner Ansicht nicht alleine. Niki Lauda, der Formel-1-Experte und Aufsichtsratsvorsitzender bei Mercedes pflichtet Räikkönen bei: «Perez muss mal vor die Stewards geholt werden. Mit ihm muss man ein ernstes Wort reden, weil er andere Autos beschädigt und sich selbst auch. Da muss man ihn schon ermahnen, denn da gehört Vernunft dazu».

Räikkönen verliert wichtige Punkte

Räikkönens Ärger ist zu verstehen. Nach der Kollision mit Perez fiel der 33-Jährige vom fünften auf den zehnten Schlussrang zurück und verlor damit wichtige Punkte im Kampf um die WM. Sebastian Vettel konnte seine Führung so in der Gesamtwertung auf 21 Zähler ausbauen – vor Monaco waren es gerade mal vier Punkte.

Immerhin etwas Verständnis erhält Perez von Fernando Alonso. Auch der Spanier bekam die Angriffslust des Mexikaners zu spüren. Der Ferrari-Pilot konnte dank eines Ausweichmanövers aber eine Kollision verhindern. Trotzdem ist ihm die angriffige Fahrweise von Perez nicht unbekannt: «Wenn du mit Fahrern um Positionen kämpfst, die nur zwei oder drei Punkte in der WM-Wertung haben, riskieren sie es. Das habe ich 2008 und 2009 auch gemacht».

Perez und Räikkönen im Interview nach dem Rennen (Quelle: RTL)

Kritik auch an Grosjean

Neben Perez verärgerte übrigens auch Räikkönens Teamkollege Romain Grosjean das Fahrerfeld. Der Genfer mit französischer Lizenz unterstrich in Monte Carlo sein Image als Bruchpilot. Grosjean knallte bei der Hafenschikane dem Australier Daniel Ricciardo mit grosser Wucht ins Heck. Es war – inklusive Trainingsunfälle – der vierte Crash des Lotus-Piloten am Wochenende im Fürstentum. «Ich denke, dass bei ihm ein leichter Klaps auf den Hinterkopf nicht mehr ausreicht», kommentierte der frühere Doppelweltmeister Mika Häkkinen als TV-Experte.

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