Streitbare Äusserungen: Vier Anlässe mit Stöhlker in Zug abgesagt
Aktualisiert

Streitbare ÄusserungenVier Anlässe mit Stöhlker in Zug abgesagt

Klaus J. Stöhlkers Aussage, das Zuger Attentat habe auch etwas Gutes gehabt, hat Folgen: Vier Anlässe, die der PR-Mann im Hotel Waldheim in Risch hätte leiten sollen, wurden abgesagt.

von
Marcel Habegger

Im Hotel-Restaurant Waldheim in Risch ZG waren verschiedene sogenannte Feierabendgespräche mit PR-Unternehmer Klaus J. Stöhlker geplant.

Diese sind nun gemäss Medienberichten abgesagt worden. Grund sind Äusserungen zum Zuger Attentat, wegen deren Stöhlker in die Kritik geraten war. Er hatte in seinem Blog erklärt, dass das Attentat, bei dem 14 Menschen getötet wurden, nicht für alle ein ­Unglück gewesen sei: «Ein ­guter Freund, der vor einer Kampfscheidung stand, verlor dabei seine Frau, das erleichterte ­vieles.» Kein Verständnis für diese Aussagen hat Waldheim-Inhaber Sepp Schriber: «Aus Gründen der Pietät gegenüber den betroffenen Personen kam für uns nur die Absage in ­Frage.» Auch für Michel Ebinger, der das Attentat überlebt hat, ist die Absage der Anlässe die «einzig richtige Konsequenz».

Stöhlker ist über die Absage der Anlässe überrascht. «Ich hätte nicht gedacht, dass die Zuger so kleinbürgerlich sind», sagt er. Dass seine Äusserungen negative Auswirkungen auf seine Geschäfte haben werden, glaubt er jedoch nicht: «Ein Grossteil unserer internationalen Kundschaft interessiert sich dafür nicht.»

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