Kuriose erste Halbzeit: Vier Elfmeter, zwei Rote Karten und fünf Tore
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Kuriose erste HalbzeitVier Elfmeter, zwei Rote Karten und fünf Tore

Die erste Halbzeit zwischen Wiener Neustadt und Linz hatte es in sich. Nach zwei roten Karten und dem vierten Elfmeter wollten die Gästefans in der 40. Minute gar den Platz stürmen.

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Turbulente erste Halbzeit zwischen Wiener Neustadt und Linz. (Quelle: YouTube)

Die Fans in Wiener Neustadt erlebten einen unfassbaren Auftakt der österreichischen Bundesliga. Schiedsrichter Alexander Harkam hatte in der ersten Halbzeit zwischen dem LASK und dem Gastgeber alle Hände voll zu tun. Viermal zeigte er - vollkommen zurecht - auf den Elfmeterpunkt und nach einer Tätlichkeit und einem herrlichen Parade eines Feldspielers kurz vor der Torlinie musste der Unparteiische gleich zwei Linzer vom Platz stellen.

Zu viel für die LASK-Anhänger: Aufgebracht über die desolate Leistung der eigenen Mannschaft wollten sie bereits nach 40 Minuten das Feld stürmen. Die Partie wurde für einige Minuten unterbrochen und es lag sogar ein Spielabbruch in der Luft. Doch einige Linzer Spieler schafften es, die Gemüter der Fans wieder etwas zu besänftigen und so konnte das Spiel fortgeführt werden. In der zweiten Halbzeit beruhigte sich aber lediglich das Geschehen auf dem Spielfeld. Als die Partie längst gelaufen war, machten einige der mitgereisten LASK-Fans ihrer Wut noch einmal Luft und drängten wiederum aufs Spielfeld. Diesmal wurden sie von der Polizei auf die Tribüne gejagt.

Drastische Strafen erwartet

Die LASK-Spieler konnten die Reaktionen der Fans zu einem gewissen Teil sogar nachvollziehen: «Die Fans waren frustriert, haben einen ganz anderen Lask erwartet. Ihr Ärger war verständlich, aber trotzdem sollte es nicht dazu kommen, dass der Verein durch ihr Verhalten geschädigt wird. Dass bei einigen die Sicherungen durchgebrannt sind, ist bedauerlich», sagte Lask-Kapitän René Aufhauser nach dem Wiener Skandalspiel.

Die Vorfälle werden aber auf jeden Fall Konsequenzen nach sich ziehen. Der Strafsenat der österreichischen Bundesliga kündigte an, sich mit den Fan-Ausschreitungen zu beschäftigen. «Es wird ein bisschen dauern, wir müssen die Berichte abwarten und Stellungnahmen einholen», erklärte Bundesliga-Sprecher Christian Kircher.

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