Tour ausverkauft: Vier Gründe, warum Faber live so einfährt
Publiziert

Tour ausverkauftVier Gründe, warum Faber live so einfährt

Der Zürcher Musiker beendet ein beeindruckendes Jahr mit ausverkauften Konzerten in der Schweiz. 20 Minuten war beim Tourstart dabei. Warum fesselt der Sänger so?

von
fim

Ins Zentrum der tanzenden Mengen konnten wir nicht vorstossen. Aber der Clip gibt einen Eindruck, wie es bei den Faber-Shows abgeht. Die Kamera konnten wir nicht ganz still halten. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Rund 90 Konzerte hat der Zürcher Hochdeutsch-Chansonnier Faber (24) dieses Jahr gespielt, 43 davon als Hauptact. Rund 30'000 Menschen sind an diese Shows gekommen, wie Fabers Management auf Anfrage mitteilt. Ein Grossteil dieser Auftritte fand im Ausland und in ausverkauften Hallen statt. Auch für die Schweizer Tour, die am Dienstag im Zürcher Plaza startete, gibt es längst keine Tickets mehr.

Diese nackten Zahlen sind beeindruckend. Faber hat sich diese Erfolge mit viel Bühnenschweiss erspielt. 20 Minuten war beim Tourstart dabei. Hier sind vier Gründe, warum seine Auftritte so mitreissend sind.

Faber hat Mut.

Nach einem kurzen Instrumental-Intro seiner Bandkollegen betritt Faber die Bühne. Und bestreitet die ersten Takte von «Sei ein Faber im Wind» ganz allein, mit seiner Baritonstimme und leise gezupften Gitarren-Akkorden. Faber stellt sich hin, ohne Tricks. Das packt – im Saal ist es mucksmäuschenstill.

Die Band hat Wucht.

Zu fünft stehen Faber und seine Musiker auf der Bühne. Mit ihrer speziellen Besetzung – zu den gängigen Bandinstrumenten kommen Posaune, Cello, Perkussion und Akkordeon – entwickeln die Künstler die Wucht eines Orchesters. Alle sind hervorragend aufeinander eingespielt und lassen riesige Spannungsbögen scheinbar mühelos von einem Akkord auf den nächsten in sich zusammenstürzen. Beim zweiten Song des Abends schunkeln die Fans bereits bis in die hintersten Reihen. Beim dritten tanzen sie.

Faber 5

(Video: 20 Minuten)

Faber hat was zu sagen.

Im Publikum singen viele mit. Zwar hat sich Faber für Hochdeutsch als Singsprache seiner Wahl entschieden, doch weil er und die Band die Texte ins Zentrum der Songs stellen, bringt ihn das seinen Fans näher – man versteht schliesslich jedes Wort. Und er hält seinen Zuhörern auch immer wieder den Spiegel vor. Ein schönes Spiel.

Faber liebt, was er tut.

Der Zürcher ist ein Bühnentier: Während der Songs geht er immer wieder zu Boden oder zittert auch mal einen Ton effektvoll aus seinem Körper. Zwischen den Songs zeigt er die lockere Seite. Nach der dritten Nummer sagt er: «Das schwerste Lied überstanden. Gut für uns, gut für euch.» Oder als er erklärt, warum er immer Zugaben spielt: «Wir machen das nur, damit ihr meint, ihr kriegt etwas extra. Wir könnten ja auch alles am Stück spielen. Es ist irgendwie doof, aber es funktioniert.»

Faber 2

Das letzte Lied vor den Zugaben: «Alles Gute». Wie gemacht zum Mitsingen. (Video: 20 Minuten)

Faber

Zum Finale lässt Faber seinen Gitarristen ans Mikro, der den Song auf Schweizerdeutsch weitersingt. (Video: 20 Minuten)

Deine Meinung