Vier Jahre Zuchthaus und Landesverweis für Dealerin
Aktualisiert

Vier Jahre Zuchthaus und Landesverweis für Dealerin

Als Zweitinstanz verschärfte das Zürcher Obergericht damit das Urteil gegen die 39-jährige Drogendealerin um ein Jahr.

Die aus England stammende Frau wurde wegen Drogenschmuggels und Geldwäscherei verurteilt. Sie hatte zwischen April 2002 und Mai 2003 bei vier Drogentransporten rund 12 Kilogramm Heroin aus der Türkei in die Schweiz eingeführt. Zudem hatte sie als Touristin getarnt rund 110 000 Franken Drogengelder in die Türkei gebracht.

Die Frau wurde im Mai 2003 verhaftet und musste sich im Februar dieses Jahres vor dem Bezirksgericht verantworten. Die Anklage hatte damals eine Zuchthausstrafe von vier Jahren und neun Monaten gefordert. Das Gericht war jedoch dem Antrag der Verteidigung gefolgt und hatte sie zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Zu mildes Urteil

Mit ihrem Geständnis habe die Frau den Behörden geholfen, an einen wichtigen Drogendealer in Zürich heranzukommen. Zudem habe sich die Angeklagte auf der untersten Stufe der Bandenhierarchie befunden und sei unter Druck eines türkischen Freundes gestanden, hatte das Bezirksgericht sein Urteil begründet.

Die Staatsanwaltschaft war gegen diesen Entscheid in Berufung gegangen und forderte am Freitag vor dem Obergericht eine deutliche Straferhöhung um ein Jahr und neun Monate. Das Obergericht hielt nach seinem Urteil fest, dass die Frau von der ersten Instanz zu milde bestraft worden sei.

Die 39-Jährige habe durchaus kriminelle Energien an den Tag gelegt. Sie habe auch um die Gefahr gewusst und sei dennoch immer wieder in das Drogengeschäft eingestiegen, begründete es sein Urteil von vier Jahren Zuchthaus. (sda)

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