28.03.2019 13:22

Madeira

Vier Jahreszeiten an einem Tag

Die Blumeninsel Madeira hat ein spezielles Klima: Bei einer Reise über die Insel braucht man Sonnencreme und Regenschirm.

von
Meret Steiger
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Madeira, die «Blumeninsel», gehört zu Portugal und liegt vor Marokko. Bekannt ist die Insel vor allem als Geburtsort ...

Madeira, die «Blumeninsel», gehört zu Portugal und liegt vor Marokko. Bekannt ist die Insel vor allem als Geburtsort ...

M. Steiger
... von Fussballstar Cristiano Ronaldo, der in der Hauptstadt Funchal geboren wurde und aufgewachsen ist.

... von Fussballstar Cristiano Ronaldo, der in der Hauptstadt Funchal geboren wurde und aufgewachsen ist.

Ludovic Piron
Madeira misst 741 Quadratkilometer – das ist etwas kleiner als der Kanton Solothurn (791 Quadratkilometer).

Madeira misst 741 Quadratkilometer – das ist etwas kleiner als der Kanton Solothurn (791 Quadratkilometer).

M. Steiger

Das Klima auf Madeira ist aussergewöhnlich: Auf der portugiesischen Insel ist es ganzjährig relativ warm, was ihr auch den Spitznamen «Insel des ewigen Frühlings» einbrachte. Das Wetter unterscheidet sich in den verschiedenen Teilen der Insel, die nur gerade so gross ist wie der Kanton Solothurn, sehr stark.

Jeep-Tour kreuz und quer über die Insel

Bei der Inselrundfahrt mit dem Jeep braucht es definitiv eine Regenjacke – aber auch Sonnencreme. Idealerweise trägt man mehrere Schichten, denn die Temperaturen schwanken bis zu 10 Grad, fallen aber nur selten unter 15 Grad.

Der erste Stop ist Ponta do Rosto, ein Aussichtspunkt an der östlichsten Spitze Madeiras. Dort blickt man nicht nur auf die Nord- und Südküste der Insel, sondern an Tagen mit guter Sicht auch auf die Nachbarinsel Porto Santo. Die Umgebung erscheint dort sehr vulkanisch – mit viel Gestein, aber wenig Pflanzen.

Vom Vulkangestein zu Tropenpflanzen

Im Landesinneren erlebt man dagegen eine völlig andere Seite von Madeira: Auf einer Wanderung entlang der Levadas, alter Wasserkanäle, staunt man ob der vielfältigen Flora und Fauna, alles blüht und spriesst wie verrückt. Noch weiter im Inneren wirkt die Umgebung fast schon dschungelartig und die Fahrer der Jeeps kurven offroad durch den Wald. Wir dürfen auf der Ladefläche stehen, während der Fahrer immer mal wieder «heads down!» brüllt, um uns vor Ästen zu warnen.

Über schmale und ruckelige Waldwege fahren wir weiter Richtung Pico do Arieiro, dem dritthöchsten Berg der Insel. Nach einer rund zwanzigminütigen Fahrt erreichen wir den Gipfel. Im Vergleich mit der feuchten, schwülen Luft in den Waldgebieten ist es hier oben kühl und windig, in seltenen Fällen liegt sogar Schnee.

Mit dem Schlitten auf den Asphalt

Zurück geht es erst per Auto, anschliessend per Korbschlitten. Ja, richtig: Schlitten. Auf der Blumeninsel. Die Fahrt mit den zweisitzigen Schlitten ist eine beliebte Touristenattraktion auf Madeira und eine Tradition, die es bereits seit circa 1850 gibt. Ursprünglich waren die Schlitten ein Transportmittel: Sie brachten die Bewohner des Berges Monte in die Hauptstadt Funchal. Die Schlitten gleiten auf Kufen über den Asphalt, gesteuert von zwei Männern in traditioneller weisser Leinenkleidung und Stiefeln mit dicken Gummisohlen, die sie zum Bremsen benutzen.

Die Fahrt vom Berg ist aber nichts für Zartbesaitete: Die Strassen auf Madeira sind oft eng und kurvig und die Korbschlitten erreichen zwischenzeitlich eine beeindruckende Geschwindigkeit: Mit bis zu 48 km/h sausen die Holzkörbe durch die Strassen, zurück in die Hauptstadt Funchal.

Anreise

Die portugiesische Airline TAP fliegt dreimal täglich vom Festland (Lissabon) nach Madeira.

Unterkunft

Das Hotel Meliá Madeira Mare (5*) liegt sehr zentral in der Inselhauptstadt Funchal und bietet neben Pool und Meersicht auch ein grosses Wellness-Angebot.

Expeditionen

Die Madeira Mountain Expedition bietet verschiedenste Jeep-Touren für jeden Wochentag an. Diese Touren sind eine tolle Gelegenheit, mehr von der Insel zu sehen.

Unterstützung

Diese Reise erfolgte auf Einladung vom Madeira Promotion Bureau / #visitmadeira

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