18.09.2014 04:01

Vorarlberg

Vier Kletterer von St.Galler Heli gerettet

Die vier Kletterer, die im Vorarlberg wegen Hagels in Not geraten waren, wurden durch einen Ostschweizer Rega-Helikopter gerettet. Einsätze über der Grenze sind keine Seltenheit.

von
Jeroen Heijers
Ein Rega-Helikopter bei einer Rettungsübung.

Ein Rega-Helikopter bei einer Rettungsübung.

Vier Kletterer, einer davon aus der Schweiz, waren in der Nacht auf Mittwoch in Not geraten. Sie setzten einen Notruf ab und wurden später durch einen Rega-Helikopter vom Stützpunkt St. Gallen gerettet. Dass ein Schweizer Heli über der Grenze Einsätze fliegt, sei keine Seltenheit, sagt Rega-Mediensprecherin Karin Hörhager. «Einsätze auf österreichischer Seite werden etwa 10 bis 20 Mal im Jahr geflogen», so Hörhager. Dies bestätigt auch der Sprecher der Bergrettung Vorarlberg, Matthias Marxgut. «Da unsere Helikopter über keine Nachtsichtgeräte verfügen, fordern wir in Fällen von Nachteinsätzen Hilfe von der Rega an», so Marxgut. Je nach Saison unterstützt die Bergrettung Vorarlberg auch die Schweizer Kollegen. «Wenn zum Beispiel im Winter viele Einsätze anstehen, fliegen auch wir Rettungsaktionen über der Grenze», sagt Marxgut weiter.

Beliebtes Klettergebiet

An Bord des Rega-Helis war auch ein Retter des Schweizerischen Alpen- Clubs (SAC). «Ein Rettungsspezialist des SAC unterstützt die Rega-Crew, wenn gebirgstechnische Erfahrung oder Hilfestellung bei Bergungsarbeiten nötig sind», sagt Rega-Sprecherin Hörhager. Wie sie weiter sagt, seien bei der Rettung im Vorarlberg zwei Windeneinsätze geflogen worden. Bei einem Windeneinsatz wird jeweils die Winde des Helis heruntergelassen um Personen oder Ausrüstung aus Notlagen heraus zu ziehen. Wie Marxgut sagt, ist das Gebiet, in dem die vier Alpinisten in Not gerieten, ein beliebter Kletterort in der Region. «Bisher mussten dort keine grossen Rettungseinsätze geflogen werden», so Marxgut.

Nasse Felswand

Die vier Alpinisten im Alter zwischen 27 bis 70 Jahren waren beim Spuller Schafberg im Lechquellengebirge (Bezirk Bludenz) in Kletterrouten unterwegs, als es bei den letzten Seillängen zu hageln begann. Bis Einbruch der Dämmerung versuchten die zwei Frauen und Männer, den nahen Gipfel zu erreichen, scheiterten jedoch, weil der Fels nass und voller Hagelkörner war. Daraufhin sicherten sich die beiden Gruppen gegenseitig und setzten gegen 20 Uhr einen Notruf ab. Nachdem die Bergrettung Lech die Bergsteiger gesichtet hatte, wurden die vier Kletterer mit dem Ostschweizer Rega-Helikopter gerettet.

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