30.01.2020 17:46

Nationalratswahlen 2019Vier Mädchen fälschen über 100 Unterschriften

Um an Geld zu kommen, haben vier Jugendliche in Zug dutzende Unterschriften gefälscht. Nun wurden sie angezeigt.

von
gwa
1 / 4
Ein Zuger hat im Sommer 2019 eine 15-Jährige beauftragt, Unterschriften für ihn zu sammeln. Diese brauchte er, um für die Nationalratswahlen zugelassen zu werden. Zusammen mit drei weiteren  Mädchen sammelte sie angeblich rund 150 Unterschriften.

Ein Zuger hat im Sommer 2019 eine 15-Jährige beauftragt, Unterschriften für ihn zu sammeln. Diese brauchte er, um für die Nationalratswahlen zugelassen zu werden. Zusammen mit drei weiteren Mädchen sammelte sie angeblich rund 150 Unterschriften.

iStock
Der Kandidat reichte die Unterschriften bei der Zuger Staatskanzlei ein. Doch dort zeigte sich: Über 100 der 150 eingereichten Unterschriften hatten die Sammlerinnen gefälscht.

Der Kandidat reichte die Unterschriften bei der Zuger Staatskanzlei ein. Doch dort zeigte sich: Über 100 der 150 eingereichten Unterschriften hatten die Sammlerinnen gefälscht.

Keystone/Urs Flueeler
Sowohl die Staatskanzlei als auch der betroffene Nationalratskandidat reichten daraufhin eine Anzeige ein. Die Zuger Polizei konnte zusammen mit der Jugendanwaltschaft vier Tatverdächtige ermitteln.

Sowohl die Staatskanzlei als auch der betroffene Nationalratskandidat reichten daraufhin eine Anzeige ein. Die Zuger Polizei konnte zusammen mit der Jugendanwaltschaft vier Tatverdächtige ermitteln.

Keystone/urs Flueeler

Mittels Ferienjob hatte ein Zuger im Sommer 2019 ein 15-jähriges Mädchen beauftragt, für ihn Unterschriften zu sammeln. Dies tat er, um für die Nationalratswahlen zugelassen zu werden. «Für jede gesammelte Unterschrift hat die 15-Jährige einen im Vorfeld abgemachten Geldbetrag erhalten», teilten die Zuger Strafverfolgungsbehörden mit.

Staatskanzlei und Kandidat reichten Anzeige ein

Zusammen mit drei Helferinnen hatte die Jugendliche zahlreiche Unterschriften gesammelt. Der Nationalratskandidat hatte diese schliesslich bei der Zuger Staatskanzlei eingereicht.

Doch bei Prüfung der Signaturen zeigte sich: Von den 150 eingereichten Unterschriften waren über 100 gefälscht. Sowohl die Staatskanzlei als auch der betroffene Nationalratskandidat reichten daraufhin eine Anzeige ein.

Sie taten es wegen des Geldes

«In enger Zusammenarbeit mit der Jugendanwaltschaft des Kantons Zug ist es der Zuger Polizei gelungen, vier Tatverdächtige zu ermitteln», heisst es weiter. Die Jugendlichen wurden von der Polizei befragt und waren geständig. Das Motiv laut der Haupttäterin: finanzielle Interessen.

Die vier Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sind alle im Kanton Zug wohnhaft. Die Jugendanwaltschaft des Kantons Zug hat gegen sie ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Betrug eröffnet.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.