Aktualisiert 30.05.2006 13:24

Vier Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Afghanistan getötet

Im Norden Afghanistans sind am Dienstag vier Mitarbeiter der Hilfsorganisation Action Aid International erschossen worden.

In der nordafghanischen Provinz Dschawsdschan sind am Dienstag vier Mitarbeiter der Hilfsorganisation Action Aid International erschossen worden. Bei den Opfern handelte es sich um drei afghanische Frauen und ihren Fahrer, wie der Gouverneur der Provinz mitteilte. Den Angaben nach hatte ein bewaffneter Mann auf einem Motorrad hatte das Feuer auf ihren Wagen eröffnet.

Einen Tag nach den Ausschreitungen in Kabul ist laut der deutschen Netzzeitung die Lage in der afghanischen Hauptstadt weiterhin gespannt. Soldaten und Polizisten überwachten am Dienstag strategisch wichtige Punkte in der Stadt.

Das Hauptquartier der US-Streitkräfte blieb abgeriegelt, die Büros der Vereinten Nationen blieben geschlossen. Der Straßenverkehr war schwächer als an normalen Tagen.

Der Zusammenstoß eines US-Militärlastwagens mit Zivilfahrzeugen hatte am Montag die schwersten Ausschreitungen in der afghanischen Hauptstadt seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 ausgelöst. Angaben der Regierung vom Montag zufolge starben bei dem Unfall sieben Afghanen. Eine offizielle Bestätigung über Tote bei den anschließenden Unruhen gab es auch am Dienstag zunächst nicht. (dapd)

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