17.06.2020 17:21

Gesundheitsdirektion warntVier neue Corona-Infektionsherde bereiten Klein-Kanton Sorge

Im Kanton Zug sind nach 9 neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb von 7 Tagen vier Infektionsherde ausfindig gemacht worden. 53 Personen befinden sich in Quarantäne. Die Behörden appellieren nun an die Bevölkerung.

von
Martin Messmer
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Im Kanton Zug ist es in den letzten Tagen zu auffällig mehr neuen Corona-Fällen gekommen als in den Tagen zuvor.

Im Kanton Zug ist es in den letzten Tagen zu auffällig mehr neuen Corona-Fällen gekommen als in den Tagen zuvor.

Kantonsspital Zug (Symbolbild)
Die neuen Fälle zeigten deutlich, dass die Pandemie noch nicht überstanden sei, teilte die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug am Mittwoch mit.

Die neuen Fälle zeigten deutlich, dass die Pandemie noch nicht überstanden sei, teilte die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug am Mittwoch mit.

Keystone
Die vergleichsweise hohe Zahl neuer Fälle sei jedoch beunruhigend, wird Regierungsrat Martin Pfister in der Mitteilung zitiert

Die vergleichsweise hohe Zahl neuer Fälle sei jedoch beunruhigend, wird Regierungsrat Martin Pfister in der Mitteilung zitiert

MME

Darum geht es

  • Im Kanton Zug wurden bis 15. Juni 214 Corona-Fälle bestätigt.
  • Das sind 9 Fälle mehr als noch am 8. Juni.
  • Vom 23. Mai bis 6. Juni gab es gar keine Neuansteckungen.
  • Die vergleichsweise hohe Zahl neuer Fälle sei jedoch beunruhigend, wird Regierungsrat Martin Pfister in der Mitteilung zitiert

Im Kanton Zug sind nach 9 neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb von 7 Tagen vier Infektionsherde ausfindig gemacht worden. 53 Personen befinden sich in Quarantäne.

Die neuen Fälle zeigten deutlich, dass die Pandemie noch nicht überstanden sei, teilte die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug am Mittwoch mit. Demnach gab es bis am Montag, 15. Juni, 214 Fälle im Kanton. Am 8. Juni waren es 205 gewesen. Vom 23. Mai bis am 6. Juni war die Zahl der Ansteckungen unverändert bei 202 gewesen.

Die Gesundheitsdirektion hat nach eigenen Angaben nach den Lockerungen der Corona-Einschränkungen mit neuen Ansteckungen gerechnet. Die vergleichsweise hohe Zahl neuer Fälle sei jedoch beunruhigend, wird Regierungsrat Martin Pfister in der Mitteilung zitiert. Es seien deswegen sofort die nötigen Massnahmen eingeleitet worden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Vier Infektionsketten

Bei den neu angesteckten Personen wurde abgeklärt, mit wem sie Kontakt hatten. Dieses Contact Tracing habe gezeigt, dass es sich um vier unabhängige Infektionsketten handle, teilte die Gesundheitsdirektion mit. Vor allem in einem Fall sei es zu vielen Infektionen gekommen.

Angesteckt hatten sich die Personen sowohl im beruflichen wie auch im privaten und familiären Umfeld. Alle Infizierten und deren Kontaktpersonen hätten sich kooperativ verhalten und hielten sich an die angeordneten Quarantäne und Isolierungsmassnahmen. Der Gesundheitszustand der Infizierten sei gut.

Hygiene- und Abstandsregeln jetzt besonders wichtig

Die Zuger Gesundheitsdirektion nutzt diese Neuansteckungen, um die Bevölkerung zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln aufzurufen. Diese seien jetzt nach der Lockerung der Massnahmen besonders wichtig. Wer Symptome habe, solle sich telefonisch beim Hausarzt oder bei der Notfallstation des Zuger Kantonsspitals melden, damit rasch ein Coronatest durchgeführt werden könne.

(SDA)

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