Vier Rohdiamanten wurden entdeckt

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Vier Rohdiamanten wurden entdeckt

Vier junge
Auslandschweizer sollen
bald für die Nati der
Junioren spielen. Die
Nachwuchshoffnungen
wurden in einem
Ausbildungscamp
entdeckt.

Die weltweite Suche des Fussballverbandes nach Talenten mit Schweizer Pass endete mit vier Volltreffern. Von 30 jungen Eidgenossen aus aller Welt, die im vergangenen September an einem Trainingslager in Tenero teilgenommen hatten, erhalten je eine Nachwuchshoffnung aus Deutschland, Frankreich, England und Kanada ein Aufgebot für die entsprechende Junioren-Nationalmannschaft.

«Die Spieler gehören zu den besseren ihres Jahrgangs», sagte Projektleiter Romain Villiger zu 20 Minuten. Müssen sich die Doppelbürger verpflichten, später – im Fall einer Eignung – auch für die Schweizer A-Nationalmannschaft zu spielen? «Wir üben keinen Druck aus, aber diese Jungs sind teilweise patriotischer als ihre Alterskollegen, die hier aufgewachsen sind», gibt sich Villiger wage zuversichtlich.

Ob der Fussballverband auch in Zukunft solche Talentsuchaktionen durchführen wird, ist hingegen noch nicht entschieden.

Andy Fischer

Rufer ging anderen Weg

Hätte der Verband früher solche Suchaktionen durchgeführt, hätte vielleicht Wynton Rufer für die Nati gespielt. Der Doppelbürger entschied sich aber für die neue Heimat seines Vaters, Neuseeland. Rufer zählte zwischen 1989 und 1994 zu den besten Stürmern Europas und spielte unter anderem für GC und Bremen. Aktuell steht bei Bochum ein Auslandschweizer unter Vertrag. Daniel Imhof ist Mitglied der kanadischen Nati.

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