Neue Popmusik  - Vier Schweizer Acts, die experimentell unterwegs sind
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Neue Popmusik Vier Schweizer Acts, die experimentell unterwegs sind

Der Schweizer Popszene wird gern vorgeworfen, sie sei zu wenig originell. Dass es auch anders geht, beweisen diese Musikerinnen und Musiker.

von
Melanie Biedermann
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Lo & Leduc gehören seit ihrem Mega-Erfolg mit der Single «079» zu den kommerziell erfolgreichsten Acts der Schweizer Musikgeschichte. 

Lo & Leduc gehören seit ihrem Mega-Erfolg mit der Single «079» zu den kommerziell erfolgreichsten Acts der Schweizer Musikgeschichte. 

Maximilian Lederer
Am 18. Februar veröffentlichte das Berner Duo ihr neues Album «Mercato».

Am 18. Februar veröffentlichte das Berner Duo ihr neues Album «Mercato».

Für die 20-Minuten-Radio-Moderatoren Freezy und Moe war der Release ein Grund zur Freude. Nicht nur, weil Lo & Leduc qualitativ an frühere Erfolge anschliessen, sondern weil die Jungs mit dem neuen Album Experimente wagen.

Für die 20-Minuten-Radio-Moderatoren Freezy und Moe war der Release ein Grund zur Freude. Nicht nur, weil Lo & Leduc qualitativ an frühere Erfolge anschliessen, sondern weil die Jungs mit dem neuen Album Experimente wagen.

Ella Mettler

Darum gehts

Lo & Leduc

Bekannt für: zeitgeistige Mundart-Poesie und eingängige Melodien. Ihr Hit «079» ist seit 2018 der erfolgreichste Schweizer Song aller Zeiten. Die Trophäen-Sammlung der Berner umfasst neben Neunfach-Platin auch vier Swiss Music und zwei Prix Walo Awards – unter anderem.

Das Experiment: Auf dem neuen Album «Mercato» zeigt das Duo einen sehr vielseitigen Sound, der wummernde Beats und hitzige Wortgeschütze genauso einschliesst wie Latin-Vibes und Pop-Hymnen. Trotzdem: «Die DNA von Lo & Leduc spürt man durch und durch», so Moe. 

Anspieltipp: «Jedes Wort».

Priya Ragu

Bekannt für: Fusion aus R’n’B und Sounds ihrer tamilischen Heimat. Die Single «Good Love 2.0» landete vergangenes Jahr im Soundtrack zum Game «Fifa 21» und internationale Medien von «New York Times» über «NME» bis zur «Vogue» schwärmen. «BBC» setzte die St. Gallerin zuletzt auf die «Sound of 2022»-Liste, womit der Sender jährlich die vielversprechendsten internationalen Newcomer würdigt.

Das Experiment: Im Debütalbum «damnshestamil» webt die St. Gallerin ihre Einflüsse kompromisslos ein, am eindrücklichsten im Bonustrack «Santhosam». Am 2. März erscheint die neue Single «Illuminous» und 20-Minuten-Radio-Moderator Moe meint: «Wenn Priya Ragu etwas droppt, bin ich einfach immer zufrieden. Diese Frau mischt die Schweizer Musik auf eine wahnsinnig sympathische und erfrischende Art auf.»

Anspieltipp: «Kamali».

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Black Sea Dahu

Bekannt für: melancholische Indiefolk-Balladen. Mit der Single «In Case I Fall For You» gelang der Gruppe um die Zürcherin Janine Cathrein 2018 ein internationaler Streaming-Hit, der inzwischen allein auf Spotify weit über zehn Millionen Streams generierte. 2019 gewann die Band den «Artist Award» an den Swiss Music Awards.

Das Experiment: ist in diesem Fall weniger ein Experiment als ein Statement. Das neue Album «I Am My Mother» baut auf den Sound des Debüts «White Creatures» auf; Indierock, der dem Folk und dem Blues sehr nah ist und sich aktuellen Musiktrends entzieht. Diese Authentizität geht auf – und sticht inhaltlich wie musikalisch in der Schweizer Musiklandschaft heraus.

Anspieltipp: «Make The Seasons Change».

Dabu Fantastic

Bekannt für: Süffig-smarten Mundart-Pop. Ein erstes Hoch erlebte die Band mit der Ernennung zum «SRF3 Best Talent» 2012 und dem entsprechenden Swiss Music Award im selben Jahr. Ein weiterer SMA für den «Best Hit» folgte 2017: «Angelina», eine Single aus dem Erfolgsalbum «Drinks», wurde im Sommer 2016 zum Dauerbrenner und erhielt Platin.

Das Experiment: Das neue Album «So Easy», das am 18. März erscheint, läute nicht nur eine neue Banddekade, sondern auch eine Transformation ein, so das Pressestatement; Bandleader David Bucher habe sich in Schweizer Chor- und Volksmusik verliebt. Das Resultat klingt anders als man denkt: «sehr neu», urteilt 20-Minuten-Radio-Host Moe. «Das bringt viel frischen Wind in die Schweizer Musiklandschaft». 

Anspieltipp: «Männerchor und Frauenchor».

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