Vier «Schweizer» ins italienische Parlament gewählt
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Vier «Schweizer» ins italienische Parlament gewählt

Bei den Parlamentswahlen in Italien sind vier in der Schweiz lebende Kandidaten wiedergewählt worden. Sie gehören alle dem in Italien unterlegenen Mitte-Links-Bündnis von Walter Veltroni an.

Der in Neuenburg wohnhafte Claudio Micheloni zieht als Vertreter von Veltronis demokratischer Partei (PD) wieder in den Senat ein. Dies geht aus den am Mittwoch vom italienischen Inneministerium per Internet veröffentlichten Ergebnissen der Ausland-Stimmen hervor.

Auch der im Aargau ansässige Franco Narducci und Giovanni Farina aus Pfäffikon SZ erlangten ihre Wiederwahl. Beide nehmen für die PD im Abgeordnetenhaus Einsitz.

Als Vierter «Schweizer» schaffte der in Luzern wohnende Antonio Razzi den Wiedereinzug in die grosse Parlamentskammer. Razzi vertritt «Italia dei Valori» (Italien der Werte) des früheren Mailänder Staatsanwalts Antonio Di Pietro.

Berlusconi-Block legt zu

Die vier in der Schweiz ansässigen Parlamentsmitglieder gehören zu den insgesamt 18 Vertretern der Ausland-Italiener, welche in die Volksvertretung gewählt werden können.

Der Mitte-Rechts-Block von Wahlsieger Silvio Berlusconi legte insgesamt auch bei den Ausland-Stimmen zu. Im Senat gewann Berlusconis Bündnis zwei Sitze hinzu und hat neu drei der sechs Mandate.

Im Abgeordnetenhaus blieben die Sitze unter den zwei Blöcken gleich verteilt wie 2006: Sechs Sitze für PD und vier für Berlusconis Sammelbewegung «Volk der Freiheit» (PDL).

(sda)

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