Schweden : Vier Terrorverdächtige festgenommen
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Schweden Vier Terrorverdächtige festgenommen

Am Sonntagmorgen hat die schwedische Polizei vier Männer verhaftet. Sie stehen im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben.

Das «Roda Stens»-Kultuzentrum unter der Alvsborgsbron-Brücke in Göteborg. Hier wurden die Verdächtigen verhaftet.

Das «Roda Stens»-Kultuzentrum unter der Alvsborgsbron-Brücke in Göteborg. Hier wurden die Verdächtigen verhaftet.

Einen Tag vor dem zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA hat die schwedische Polizei vier Terrorverdächtige festgenommen. Sie seien am Samstagabend in Göteborg gefasst worden, sagte eine Sprecherin des schwedischen Geheimdienstes.

Die Festgenommenen stünden im Verdacht, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben, sagte die Sprecherin am Sonntag der Nachrichtenagentur TT.

Zuvor war am Samstagabend ein Gebäude in Göteborg geräumt worden, in dem die Göteborger Kunst-Biennale stattfindet. Es habe Hinweise auf eine «mögliche Gefahr» gegeben, sagte Biennale-Chefin Ulrika Sten. Laut TT wurden die vier Verdächtigen in der Nähe des Biennale- Gebäudes gefasst.

Keine Gefahr für die Öffentlichkeit

Die Leiterin des Kunstzentrums, Mia Christerdotter Norman, sagte, rund 400 Menschen hätten zum Zeitpunkt der Räumungsanordnung gegen Mitternacht die Eröffnung der Biennale.

Die Polizei habe darum gebeten, die Party ruhig zu beenden. «Das haben wir getan, und alle sind gegangen.» Bei einer Durchsuchung des Gebäudes habe die Polizei nichts gefunden. Am Sonntag sei das Kunstzentrum normal geöffnet.

Es war nicht klar, ob die Festnahmen im Zusammenhang mit dem Jahrestag der Terroranschläge in den USA standen. Schweden hatte im vergangenen Oktober die Terrorwarnstufe angehoben. Im Dezember hatte sich ein Selbstmordattentäter in der Innenstadt von Stockholm in die Luft gesprengt und zwei Menschen verletzt.

Eine Sprecherin der Sicherheitspolizei SAPO sagte, es gebe keinen Grund für eine weitere Anhebung der Terrorwarnstufe. «Nach unserer Einschätzung gibt es momentan keinen Grund für öffentliche Besorgnis», sagte Sara Kvarnström. (dapd)

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