Berlin – Vier Tote bei Verkehrsunfall – jetzt steht der SUV-Raser vor Gericht

Publiziert

BerlinVier Tote bei Verkehrsunfall – jetzt steht der SUV-Raser vor Gericht

Vor zwei Jahren überschlug sich in der Berliner Innenstadt ein SUV mehrfach und tötete dabei vier Personen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hätte der Fahrer aus gesundheitliche Gründen gar nicht am Steuer sitzen dürfen.

1 / 4
Der Unfall ereignete sich im September 2019, nun beginnt der Prozess gegen den Lenker.

Der Unfall ereignete sich im September 2019, nun beginnt der Prozess gegen den Lenker.

EPA/Felipe Trueba
Der Porsche Macan kam von der Fahrbahn ab und überfuhr vier Menschen sowie mehrere Poller und einen Ampelmast.

Der Porsche Macan kam von der Fahrbahn ab und überfuhr vier Menschen sowie mehrere Poller und einen Ampelmast.

Paul Zinken
Laut Zeugen soll der Sportwagen mit hoher Geschwindigkeit auf der Invalidenstrasse unterwegs gewesen sein.

Laut Zeugen soll der Sportwagen mit hoher Geschwindigkeit auf der Invalidenstrasse unterwegs gewesen sein.

Felipe Trueba

Darum gehts

  • 2019 verlor ein 44-Jähriger in der Berliner Innenstadt die Kontrolle über sein SUV.

  • Das schwere Auto überschlug sich mehrfach und erfasste dabei Fussgänger auf dem Trottoir.

  • Nun steht der Lenker in Berlin vor Gericht.

Rund zwei Jahre nach einem Verkehrsunfall mit vier Toten in der Berliner Innenstadt hat am Mittwoch der Prozess gegen den Fahrer begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 44-jährigen Mann fahrlässige Tötung und fahrlässige Gefährdung des Strassenverkehrs vor. Der SUV des Angeklagten hatte am 6. September 2019 auf der Invalidenstrasse eine Ampel gerammt, sich mehrfach überschlagen und dabei Fussgänger auf dem Gehweg erfasst. Vier Menschen starben, darunter ein dreijähriger Junge.

Der Fall hatte damals für grosses Aufsehen gesorgt. Auch zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Berlin herrschte grosser Andrang. Neun Hinterbliebene sind nach Gerichtsangaben als Nebenkläger in dem Verfahren zugelassen. Das Gericht plant zunächst 20 Prozesstage bis Anfang Februar 2022, um das Geschehen aufzuklären.

Allein wegen der medizinischen Fragen ist von einer umfangreichen Beweisaufnahme auszugehen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hätte der Angeklagte wegen Problemen mit seiner Gesundheit nicht am Steuer des schweren Wagens sitzen dürfen.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(AFP/DPA/bho)

Deine Meinung