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Vier Tote und 40 Verletzte im Irak

Der Irak ist zum Jahresbeginn von neuer Gewalt erschüttert worden. Bei einer Serie von Anschlägen wurden mindestens 40 Menschen verletzt.

Im Norden des Landes erschossen Sicherheitskräfte vier Demonstranten.

Die Sicherheitskräfte hätten in Rahinawa nahe der Ölstadt Kirkuk das Feuer eröffnet, nachdem Demonstranten aus Protest gegen höhere Benzinpreise Büroräume einer irakischen Ölfirma, vier Autos und zwei Tankstellen in Brand gesteckt hätten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Sie verhängte eine Ausgangssperre.

Auch in Basra südlich von Bagdad protestierten rund tausend Demonstranten gegen eine Erhöhung des Benzinpreises. Die irakische Regierung hatte am 18. Dezember beschlossen, den bislang sehr stark subventionierten Benzinpreis zu verdreifachen. Seitdem wurden bereits mehrfach Tankstellen und ihre Besitzer angegriffen.

Bei einer Serie von Anschlägen und Angriffen wurden mindestens 40 Menschen verletzt. Landesweit explodierten am Neujahrstag zwölf Autobomben und zwei Sprengsätze, wobei 29 Menschen verletzt wurden. Bei Schüssen auf eine US-Patrouille nach einem Autobombenanschlag im Norden des Irak wurden 11 weitere Menschen verletzt.

Sudanesen frei

Fünf entführte Sudanesen wurden am Sonntag freigelassen, nachdem die Regierung in Khartum die Forderungen der Geiselnehmer erfüllt hatte. Die Terrorgruppe El Kaida hatte Khartum am Donnerstag aufgefordert, die diplomatischen Beziehungen zu Bagdad abzubrechen, die Botschaft zu schliessen und alle Repräsentanten abzuziehen.

Nach rund fünf Monaten Geiselhaft kam auch ein libanesisch- zyprischer Staatsbürger frei. Der Mann hatte für eine libanesische Firma im Irak gearbeitet. Nach der Entführung zog sich das Unternehmen aus dem Irak zurück und erfüllte damit eine Forderung der Kidnapper. (sda)

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