Vier Tote wegen Karikaturen-Streit
Aktualisiert

Vier Tote wegen Karikaturen-Streit

Die afghanische Polizei hat auf eine Gruppe von Demonstranten geschossen, die aus Protest gegen die Mohammed-Karikaturen zu einem US-Stützpunkt marschieren wollten.

Die Demonstranten warfen mit Steinen. Vier Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen in der Stadt Kalat getötet und 14 verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Polizisten hätten das Feuer eröffnet, als Randalierer unter den mehr als 300 Demonstranten versucht hätten, die Polizeizentrale zu stürmen. Demonstranten hätten vier Tanklastwagen in Brand gesteckt.

Die Zahl der Toten in Afghanistan bei den seit Montag andauernden Protesten hat sich damit auf mindestens zehn erhöht. In drei weiteren Provinzen und in der Hauptstadt Kabul kam es am Mittwoch zu friedlichen Protesten.

Am Dienstag war es in mindestens 8 der 34 Provinzen und in Kabul zu teils gewalttätigen Protesten gekommen. Mindestens drei Demonstranten waren getötet worden, als Randalierer ein norwegisches Lager der Internationalen Schutztruppe ISAF in der nordafghanischen Stadt Maymana stürmten.

Bereits am Montag waren drei Demonstranten bei Ausschreitungen ums Leben gekommen.

(sda)

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