Wil SG: Vier Unfälle innert drei Stunden sorgen für Verletzte und Chaos
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Wil SGVier Unfälle innert drei Stunden sorgen für Verletzte und Chaos

Am Dienstagabend kam es im Feierabendverkehr rund um Wil SG zu vier Unfällen. Durch die Unfälle waren die Zubringerstrassen in den Dörfern verstopft, was zu erheblichen Staus führte.

von
Adriel Monostori
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Am Dienstagabend staute es in der Region Wil aufgrund von vier Unfällen, die sich am Abend ereigneten.

Am Dienstagabend staute es in der Region Wil aufgrund von vier Unfällen, die sich am Abend ereigneten.

Foto: Kantonspolizei Thurgau
Der erste Unfall ereignete sich um 16.20 Uhr auf einem Autobahnzubringer in Wil SG.

Der erste Unfall ereignete sich um 16.20 Uhr auf einem Autobahnzubringer in Wil SG.

Foto: Google Street View
Der zweite Unfall ereignete sich kurz vor 18 Uhr auf der Autobahn A1 zwischen Münchwilen TG und Wil SG.

Der zweite Unfall ereignete sich kurz vor 18 Uhr auf der Autobahn A1 zwischen Münchwilen TG und Wil SG.

Foto: Google Street View

Darum gehts

  • In und rund um Wil SG entstand am Dienstagabend ein Verkehrschaos.

  • Es kam innert eineinhalb Stunden zu mehreren Unfällen.

  • Der Zeitverlust betrug bis zu eineinhalb Stunden.

  • Betroffene berichten von dem Chaos.

Zwischen Wil SG und Bazenheid SG kam es am Dienstagabend zu insgesamt vier Unfällen. Wegen der Unfälle mussten mehrere Streckenabschnitte auf der Autobahn und in Dörfern gesperrt werden. Im Zusammenhang mit einer Baustelle in Rickenbach bei Wil TG kam es zu erheblichen Staus. Betroffene berichten davon, dass sie über eineinhalb Stunden im Stau standen.

Der erste Unfall passierte um 16.20 Uhr an einer Kreuzung in Wil beim Autobahnzubringer A1 in Richtung Wil SG. Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, sagt: «Es war ein kleinerer Auffahrunfall, bei dem niemand verletzt wurde.» Ein Leser-Reporter beobachtete die Auswirkungen des Unfalls: «Durch den Unfall entstand ein Stau bis zur Autobahnausfahrt. Um bei der Autobahnausfahrt Wil SG herauszukommen, haben sich die Autos auf dem Pannenstreifen gestaut. Auch ich musste am Pannenstreifen anstehen», erklärt er.

Kurz vor 18 Uhr kam es auf der Autobahn A1 zwischen Münchwilen TG und Wil SG zum nächsten Unfall. Verletzt wurde niemand. Bereits um diese Uhrzeit seien die Strassen aber verstopft gewesen. «Auf allen Verkehrsachsen rund um die Autobahnausfahrt Wil konnte man stockenden Verkehr feststellen», so Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau.

Unfall mit mehreren Autos

Denn zur gleichen Zeit passierte auch in Rickenbach bei Wil ein Unfall. Ein 22-jähriger Autofahrer musste aufgrund des Kolonnenverkehrs anhalten. Ein 30-jähriger Autofahrer hinter ihm bemerkte dies zu spät. Es kam zur Kollision. Durch den Aufprall geriet das Auto des 30-Jährigen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Auto und einem Lieferwagen, schreibt die Kantonspolizei Thurgau in einer Medienmitteilung. Der 34-jährige Lieferwagenlenker wurde leicht verletzt. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste der betroffene Strassenabschnitt gesperrt werden.

Kurz vor 18.30 Uhr kam es bei Bazenheid SG zu einem weiteren Unfall. Ein 26-jähriger Mann fuhr mit seinem Auto in Richtung Bazenheid. Bei einer Verzweigung wollte er links abbiegen. Gleichzeitig fuhr eine 17-Jährige mit ihrem Roller auf der Wilerstrasse in Richtung Bütschwil SG. Aus bisher ungeklärten Gründen kam es beim Abbiegen des Autos zur Kollision mit dem Roller der vortrittsberechtigten 17-Jährigen. Sie stürzte und blieb verletzt liegen. Die Rettung brachte sie mit unbestimmten Verletzungen ins Spital. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 7000 Franken.

Fahrlehrerin steckte mit Schülerin im Stau

Durch die vier Unfälle kam es in der Region zu erheblichen Staus. Fahrlehrerin Eli Leal war mit einer Fahrschülerin unterwegs, als sie kurz vor 17 Uhr an der Autobahneinfahrt Wil SG in Richtung St. Gallen zehn Minuten im Stau stand. Dies wegen des ersten Unfalls, der sich direkt auf dem Autobahnzubringer ereignete. Nachdem sie mit ihrer Fahrschülerin von der Fahrlektion aus Gossau SG wieder zurückgekommen war, stand sie erneut im Stau. «Meine Fahrschülerin und ich standen bis zur Raststätte Thurau auf dem Pannenstreifen vor der Ausfahrt bei Wil SG», sagt Leal.

Das Problem auf dem Wiler Pannenstreifen

Fahrlehrerin Eli Leal sagt, es sei beinahe normal, dass sie bei der Autobahnausfahrt Wil auf dem Pannenstreifen anstehen müsse. Das komme nicht nur bei Staus oder Unfällen vor. «Ich muss den Fahrschülern jeweils erklären, dass sie hier auf dem Pannenstreifen anstehen müssen, um in Wil rauszufahren», sagt Leal. Die Fahrschüler würden dann oft meinen, dass man nur bei Notfällen auf den Pannenstreifen darf. Die Problematik sieht die Fahrlehrerin vor allem in der Gefahr, der sich die anstehenden Autofahrer aussetzen müssen. «Wir stehen, währenddessen die anderen Autos mit 120 km/h an uns vorbeirasen. Viele Autofahrer merken auch nicht, dass man auf den Pannenstreifen muss, um die Ausfahrt zu benützen», sagt sie. Daher komme es oft vor, dass Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit in die Kolonne einbögen. «Dies ist schon mehrmals vorgekommen. Einmal habe ich mich dabei so aufgeregt, dass ich ausgestiegen bin und den Mann am Steuer angesprochen und zurechtgewiesen habe», sagt die Fahrlehrerin.

Sie bemerkte auf der Autobahnbrücke die Polizei und die Feuerwehr und wunderte sich, wieso diese dort waren. «Ich realisierte, dass es ein neuer Unfall gewesen sein muss», sagt Leal. Von der Autobahnausfahrt bis nach Bütschwil standen ihre Fahrschülerin und sie rund eineinhalb Stunden im Stau. «Meine Cousine brauchte für eine Durchquerung von Wil von West nach Ost rund 45 Minuten. Normalerweise hat sie ungefähr fünf Minuten.»

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