Vier Velofahrer in der Radarfalle

Aktualisiert

Vier Velofahrer in der Radarfalle

Die Polizei machte Jagd auf Raser – und erwischte mit der Radarfalle vier Velofahrer. Sie haben Glück: Bussen gibts keine.

Das war selbst für abgebrühte Polizisten aussergewöhnlich: Am Berner Altenbergrain stellten sie einen Radar auf. Fast jedes dritte Auto fuhr denn auch zu schnell. Geblitzt hat der Radar aber auch vier Velofahrer, die schneller als mit den erlaubten 30 km/h den Altenbergrain hinunterrasten.

«Die haben Glück. Bussen gibts keine», sagt Polizeisprecher Franz Märki. Weil Velos keinen Tacho haben, würde das Gesetz keine Bussen für Temposünder vorsehen. Dies, obwohl die Tempolimiten auch für Velos gelten.

Glück hatten die Velofahrer auch aus einem anderen Grund: «Im letzten Jahr gab es genau dort einen schlimmen Unfall mit einem Velofahrer.» Wer so schnell über eine mit nassen Blättern übersäte Fahrbahn genau auf eine vortrittsberechtigte Strasse zurase, handle grobfahrlässig. «Da kann man nur den Kopf schütteln», sagt Märki. Er sieht solches regelmässig, wohnt er doch selber am Altenbergrain.

Daniel Barben

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