Aktualisiert 21.02.2019 06:39

Beschwerde eingereicht

Vierfachmörder Thomas N. will in die Therapie

Der Vierfachmörder von Rupperswil AG zieht das Urteil ans Bundesgericht weiter. Der 35-jährige Thomas N. fordert eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme.

von
chk
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Verlangt eine ambulante Massnahme: Thomas N. vor Gericht.

Verlangt eine ambulante Massnahme: Thomas N. vor Gericht.

Keystone/Sibylle Heusser
In einem Rucksack, den die Polizei bei der Durchsuchung im Haus des Täters fand, fanden sich eine Pistole, Fesseln und Klebeband. (13. Mai 2016)

In einem Rucksack, den die Polizei bei der Durchsuchung im Haus des Täters fand, fanden sich eine Pistole, Fesseln und Klebeband. (13. Mai 2016)

Die Gerichtszeichnung zeigt Thomas N. zusammen mit Verteidigerin Renate Senn (rechts).

Die Gerichtszeichnung zeigt Thomas N. zusammen mit Verteidigerin Renate Senn (rechts).

epa/Walter Bieri

Thomas N., der Vierfachmörder von Rupperswil, ist mit dem Urteil des Aargauer Obergerichts nicht einverstanden und zieht es ans Bundesgericht weiter, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet. Der 35-Jährige ficht es in einem Punkt an: Er will für sich eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme.

Laut der Zeitung handle es sich dabei um eine Psychotherapie im Gefängnis. Auf Anfrage der «Aargauer Zeitung» bestätigte die Pflichtverteidigerin von Thomas N. die Beschwerde: «Er will an sich arbeiten und sich bemühen, seine Tat aufzuarbeiten.»

Die Aargauer Staatsanwaltschaft ihrerseits verzichtet auf eine Beschwerde. Somit sei die vom Obergericht bestätigte ordentliche Verwahrung inzwischen rechtskräftig, schreibt die AZ weiter.

Thomas N. tötete vier Personen

Am 21. Dezember 2015 hatte sich der damals 32-Jährige mit einem gefälschten Schreiben Einlass in ein Einfamilienhaus in seiner Nachbarschaft in Rupperswil verschafft. Er hatte es vor allem auf den dort lebenden 13-jährigen Knaben abgesehen.

Unter Drohungen mit einem Messer brachte er den Buben, dessen Mutter, den noch schlafenden älteren Bruder und dessen Freundin in seine Gewalt. Er fesselte sie, verklebte ihnen die Münder und nahm ihnen die Handys weg. Die Mutter schickte er zum Geld abheben. Dann verging er sich aufs Schwerste an dem 13-Jährigen.

Anschliessend tötete er alle vier Personen, zündete das Haus an und ging weg. Kurz danach suchte er im Internet nach weiteren Knaben, spähte deren Familien aus und bereitete eine neuerliche Tat vor. Im Mai 2016 wurde der Mann in Aarau verhaftet. (chk/sda)

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