Aktualisiert 12.12.2006 23:06

Vierter Sieg in Serie für Mirjam Otts Team

Mirjam Ott und ihre Curlerinnen des CC Flims haben sich an den Europameisterschaften in Basel ins Rennen um den Titel zurückgekämpft.

Sie gewannen mit 6:5 nach Zusatzend gegen Norwegen ihr viertes Spiel in Serie und weisen nun erstmals eine positive Bilanz (4:3 Siege) vor.

Die Schweizer Männer um Skip Andreas Schwaller erlitten im sechsten Spiel mit 3:8 gegen Weltmeister Schottland die erste Niederlage, danach aber bezwangen sie den Olympia-Zweiten Finnland 7:4.

Die Schweizerinnen schienen den Match gegen die von der zweimaligen Weltmeisterin Dordi Nordby angeführten Norwegerinnen nach sieben Ends entschieden zu haben, als sie 5:2 führten und überdies den Vorteil des letzten Steins hatten. Dann jedoch gelang es den Nordländerinnen, in drei Ends nacheinander je einen Stein zu stehlen, sodass ein Zusatzend nötig wurde. In diesem wiederum konnten die Schweizerinnen mit sehr gutem Clearing-Spiel die Mitte freihalten. Mirjam Ott spielte den entscheidenden Stein souverän ins Haus.

Das Restprogramm in der Vorrunde ist für die Schweizerinnen günstig. Sie spielen am Mittwoch noch gegen Holland, das klar schwächste Team des Turniers, sowie gegen Dänemark. Mit zwei Siegen könnten sie sogar darauf hoffen, auf dem 2. Platz in die Page- System-Spiele zu gelangen, womit sie eine Medaille schon auf sicher hätten. Unantastbar sind derzeit die Russinnen. Sie gewannen alle sieben Partien souverän und werden sich den 1. Rang der Round Robin kaum noch nehmen lassen.

Tiebreaks gesichert

Das Männerteam von Baden Regio gelangt im schlechsten Fall - bei Niederlagen in den verbleibenden Vorrundenspielen gegen Deutschland und Norwegen - in die Tiebreaks um die Teilnahme an den Page-System-Spielen. Bei einem oder zwei Siegen jedoch würden sie die Round Robin auf einem der ersten beiden Plätze abschliessen.

Im Match gegen die von David Murdoch angeführten Schotten war das 2. End für die Schweizer verhängnisvoll. Andreas Schwaller verpasste mit seinem schwierigen letzten Stein ein Zweierhaus; die Schotten «stahlen» einen Stein und gingen 3:0 in Führung. Auch in der Folge waren die Schweizer in den meisten Ends unterlegen. Die bestens aufeinander eingespielten Schotten haben ihr Renommee als derzeit bestes europäisches Männerteam in der St.-Jakob-Arena bisher auf eindrucksvolle Art gefestigt.

Erstklassig und sehr unterhaltsam war der Match Schweiz - Finnland. Ralph Stöckli, temporäre Nummer 3 im Badener Team, steigerte sich in eine prächtige Form und verzückte das Publikum in der St.-Jakob-Arena mit zahlreichen spektakulären Steinen; Andreas Schwaller stand ihm kaum nach. Ein prächtig herausgespieltes Zweierhaus im 9. End brachte die Entscheidung.

(si)

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