Vietnamesin arbeitete unwissentlich im Haus ihres Vaters
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Vietnamesin arbeitete unwissentlich im Haus ihres Vaters

Taipeh Durch einen filmreifen Zufall hat eine 40- jährige Vietnamesin zu ihrem biologischen Vater gefunden: Tran Thi Kham arbeitete unwissentlich im Haus ihres Vaters in Taiwan, ohne die wahre Identität ihres Arbeitgebers zu kennen.

Während sieben Monaten pflegte sie dort laut taiwanischen Zeitungsberichten vom Dienstag die kranke Frau ihres Vaters. Nachdem diese verstorben war, wechselte Tran die Arbeitsstelle, liess aber versehentlich eine Tasche mit Erinnerungsstücken ihrer Mutter an ihren Vater zurück.

Daraufhin schaltete Tran die Polizei ein, die den Vater Tsai Han-chao aufsuchte, um die Tasche mit einem goldenen Ring und einem Foto abzuholen. Als Tsai die Tasche zusammen mit den Beamten öffnete, erkannte er deren Inhalt sofort wieder.

Der Mann flog umgehend zu einem tränenreichen Wiedersehen mit seiner Tochter. Ein DNA-Test bestätigte laut Polizei die Vaterschaft. «Die Höhen und Tiefen des Lebens sind wie ein Fernsehdrama», sagte Tsai dem örtlichen TV-Sender TVBS.

Tran war 2005 in der Hoffnung nach Taiwan gekommen, dort ihren biologischen Vater zu finden, den sie nie im Leben gesehen hatte. Ihre Eltern hatten sich 1967 in Hong Kong verliebt, die schwangere Mutter musste aus familiären Gründen aber nach Vietnam zurückkehren. Die Frau starb zwei Monate nach Trans Geburt, hinterliess ihrer Tochter aber den goldenen Ring und ein Foto des Vaters. (sda)

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